Animelyse: Trinity Seven

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Die sieben Sünden mal wieder. Ich schwöre, jeder kann die dank bekannter Serien- und Videospielthematiken auflisten, aber kriegt jemand die sieben Tugenden zusammen? XD Ich glaube ich nicht O_o Trinity Seven war für mich mal wieder vollkommen unbekannt und ich wusste nicht worauf ich mich einlasse. Hauptsächlich auf dummen Scheiß. Vielleicht werde ich auch einfach alt aber ich mochte den Manga Love Hina wirklich damals als er erschien. Der Harem Manga war etwas neues, und nette Mädels die dauernd (natürlich halbwegs zensiert) die Kleidung einbüßten waren nicht die schlimmste Katastrophe meiner Lesezeit X3 Doch jetzt 2018? Ich kann über dieses Klischee meistens nur noch müde die Augen rollen. Was heißt das ich sicher bei 70% von Trinity Seven die Augen rollte.

 

Dabei gab es sogar Sachen und Ideen die ich bei der Serie mochte! Nein wirklich!

 

Immerhin ein netter Start(?)

Die erste Episode hatte für mich sogar Potenzial. Erst sehen wir nen normale Schulalltag und dann kommt die Frage "Sag mal war die Sonne schon immer schwarz?" Ich gestehe offen: Ich war total interessiert wohin das führt. Das dumme war nur es führte zu Trinity Seven ~~ Selbst der Protagonist Arata gefiel mir innerhalb der Serie sogar... halbwegs.

 

Er war zwar der Harem-Held, aber er war einer der besseren. Kennt ihr noch diesen abscheulich unsympatischen Schwachkopf aus dem Anime "He is my Master?" Nein? Gut! ^.^

Und dann gibts ja noch diese weinerlichen tollpatschigen Waschlappen wie eben Keitaro aus Love Hina

Held Arata wiederrum war für mich noch das Beste aus beiden Welten: Er war oft selbstsicher, versaut und notgeil, ABER er war das nicht immer und jederzeit, vor allem die steingesichtige Arin schafft es öfters ihn aus dieser Selbstsicherheit zu bringen oder er gibt dann offen zu "Wenn ein Mädchen nicht verlegen reagiert bin ICH verlegen". Ich will nicht sagen er war ein großartiger Protagonist aber ich sage theoretisch ist er für so einen Anime ganz gut geschrieben. Auch die Idee das alle sieben Schülerinnen NICHT die Sünden verkörpern sondern im Gegenteil die Sünde Thematisieren die ihnen am "fremdesten" vorkommt (Die Anständige beschäftigt sich mit der Wollust, die Freundliche mit dem Neid etc.) ist mal eine nette Idee für die Serie. Doch dann fallen auch schon für mich die Räder vom Auto...

 

"Ahh ich bin schon wieder nackt!"

Ich (wenn ihr andere Ansichten habt nur her damit) denke die Serie scheitert zuallererst daran das es wieder nur 12 Episoden sind, und der Plott immens darunter leidet: Keine der Mädchen bekommt wirklich Zeit und Spotlight, sie werden auf ihre Harem-Klischees reduziert. Sprechen wir sie alle synchron auf, denn wir kennen sie alle: Die Tsundere, die Emotionslose, die kleine Schwester, die Heitere, und die Eine die immer zur belustigung der Zuschauer gedemütigt wird (haha -.-;) Das in den 12 Episoden auch soviele "Kleiderexplosionen" wie möglich eingebaut werden schmerzte mich körperlich spätestens nach drei Episoden.

Keine der Mädchen ist wirklich interessant, sie sind sogar größtenteils optisch beliebig designt und waren mir meistens egal. Auch das sie sich alle (wie gesagt, nur 12 Episoden) relativ übergangslos auf den Helden werfen wollen wirkte selbst für Harem-Verhältnisse schwach. Da bezeichnet die Eine ihn fast augenblicklich als zukünfitgen Ehegatten, die andere spielt "mein großer Bruder" nach ner halben Episode und die ewig Wütende die ihn hasst ist natürlich auch in ihn verknallt nachdem er einmal beiläufig irgend eine halbgare Nettigkeit von sich gibt (Was öfters in Animes vorkommt als es sollte -.-; Ehrlich mal nur weil ein Typ eine streunende Katze füttert oder meint "Ich helfe dir beim [Random Tätigkeit] Üben" verknallt sich kein Mädchen in ihn!)

 

Ganz traurig ist auch der Hauptplott mit Aratas Kindheitsfreundin Hijiri

Immer wieder erzählt der Held wie sie für ihn da war und was sie miteinander alles an Zeit verbracht haben... ZEIG ES ANIME, ERZÄHL ES NICHT!ò_Ó Immer wieder wird die "Beziehung" zu diesem Mädchen von ihm so hochgehoben... während er sich nebenbei immer wieder an seinem wachsendem Harem aufgeilt -.-; Wie soll man seine "Liebe" zu Hijiri ernst nehmen wenn der Held die Mentalität eines Kaninchens hat? -_-; 

 

Fazit

Meh -_- Ich könnte ja nochmal anschneiden wie beliebig die Bösewichter und Magie-Kämpfe sind (wieso schaffen es Animes eigentlich so oft Magie langweiliger darzustellen als Mathe?) aber das wisst ihr wohl selber alle. Der Held ist eigentlich gut ausbalanciert und die Grundidee der sieben Sünden ist frisch umgesetzt, doch das alles wird unter plumpen Fanservice und hastig abgespulter Geschichte gnadenlos zugeschüttet. Vielleicht ist der Manga besser in Sachen Charaterdevelopment, aber das hier ist schlicht vergeudete Zeit für Otakus die nen halbwegs anspruchsvollen Anime wollen.

 

Oder was denkt ihr? 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    HotaruKiryu (Donnerstag, 27 September 2018 21:23)

    Ich habe meines Wissens nur wenige Folgen zu dieser Serie gesehen, aber es war furchtbar. So viele Charaktere und so viele Klischees waren selbst für mich zu viel. Keine Ahnung, was man sich bei dieser Serie gedacht hat. Aber so einen Bullshit habe ich seit dem lange nicht mehr gesehen. Mir würden einige bessere Serien in dieser Richtung einfallen, das ist sicher gewiss. Aber so geht es dir sicher auch, sieht man ja in deinem Review. ^^