Animelyse: Schwarzesmarken

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Wenn man eine neue Serie sucht hat das immer etwas feierliches. Was soll man schauen? Romantik? Komödie? Thriller? Ich selber mag die Abwechslung, und schaue auch mal gerne zwischen den "Blockbustern" nach obskureren Sachen, und da war es: SCHWARZESMARKEN! Basiert soweit ich das Begriffen habe irgendwie auf einer Visual Novel und der MUV-LUV Animeserie, also so eine Art Spin-Off eines Mecha Animes wo man gegen Aliens kämpft.

 

Mechaserien sind irgendwie immer heikel: Meistens sind es dramatische Reihen wie Visions of Escaflowne oder Code Geass, manchmal aber auch obskurere Werke wie Neon Genesis Evangelion. Doch ernst sind die meisten, und Schwarzesmarken gehört wohl deutlich zu einen der "ernstesten" Serien die ich seit langer Zeit gesehen habe: Es gab glaube ich keine drei Scherzchen in den 12 Episoden, und fairerweise muss man fragen: Worüber sollte man bei dieser Serie auch lachen?

 

"Krieg... Krieg bleibt immer gleich"

Der Krieg gegen die Aliens war kein Ponyhof, doch allgemein war die Stimmung der Serie durchgehend düster, kalt und pessimistisch. Nicht auf dem Level wie bei sowas wie Ergo Proxy, doch schnell wird einem klar das man hier stark thematisch den Schrecken des Krieges und das Geschacher der Organisationen anspricht. In eine der ersten Folgen wird sogar eine Basis überrant und Katia wird im Blut der Leute "geduscht" 

Ich war aber ehrlich gesagt froh das man von dieser Folge ausgenommen vom größten Gore abgesehen hat. Das Design der Aliens war zugegebenermaßen herrlich unangenehm, mit ihren zahnmündern und ihrem abstarkten Körpern machten sie für mich eine ernsthafte Bedrohung aus. Warum man die Aliens aber dann so gänzlich nur als eine Art "Naturgewalt" ansieht und sie nichtmal richtig thematisiert werden (ihre Ziele, ihre Anführer, ihre Beweggründe) fand ich schon seltsamer. Eigentlich wird ja weitaus mehr der Konflikt zwischen der DDR, den Helden, der Stasi und dem Westen dargestellt, selbst im Finale geht es eher um die Schurken rund um die Regierung.

Ich fand das einerseits nett, aber andererseits war es manchmal schon ziemlich bescheuert: Nur um die Helden in den Tod zu schicken lassen die Stasi Mechas die Front im Stich, ich meine böse sein schön und gut aber dafür den Krieg riskieren? Selbst die "normale" DDR-Führung hat manchmal keine scheu wegen dem politischen Geplänkel die Welt den Aliens (streckenweise) zu überlassen! Ich hätte es besser gefunden hätten die Bösewichter mehr "tiefe" bekommen: Verräterisch und Verlogen ok, aber sie würden dennoch immer MIT den Helden kämpfen wenn das Schicksal der Welt auf dem Spiel steht, so von wegen höheres Ziel. Das hat man hier deutlich ausgelassen und die Bösewichte doch eher stereotypisch gemacht.

 

Harem-Drama

Ich war mir nicht 100% sicher aber es war dann doch recht schnell erkennbar das Schwarzesmarken (logisch übersetzt wäre es eher "Schwarzes Urteil" gewesen) auf einer Novel basiert: Ein Mann, ein zweiterer Mann als Nebenfigur und dann ausschließlich Damen! Wir haben den "kleine Schwester"-Stereotyp mit Katia, die Brillenschlange mit Gretel, die harte Anführerin mit Irisdina usw. Ach ja und die "richtige Schwester" des Helden Theodor... mit der er tatsächlich in die Kiste hüpft! O_o;

Ok ok ok es war nicht die "richtige" Schwester von wegen nur so aufgewachsen aber es war schon extrem seltsam das der Held wirklich mit der zwielichtigen Dame Sex hat O_o; Wobei er selbst zugibt das er das eher berechnend tut als aus echter Liebe, doch das war mal etwas das ich vorher glaube ich nie groß in Animes gesehen habe. Ich glaube aber jeder (oder nur ich?O_0) wussten das die ach so gut Lise in Wahrheit eine Agentin war, dafür kannte man diese Spionage-Geschichten irgendwie schon zu oft ^^

 

Doch okay, Plott war Standard und die Figuren bekannt, hatte Schwarzesmarken etwas das herrausstach? Natürlich: Japano Deutsch XD Glorreiches, glorreiches "Deutschland made in Japan" Szenario wo wir herrlich unglaubwürdige Namen haben: Vivian Schweinsteiger, Lise Hohenstein oder Horst Hannibal, ich habe mich streckenweise gekugelt wie schön albern die Figuren benannt wurden. Ich hätte noch Hugobert Krautsauer und Hannehild Hirschblau dazugedichtet, das wäre sicher nicht aufgefallen XD Selbst Held Theodor wird in der gesamten Serie und von wirklich jedem NIEMALS mit "Theo" angesprochen sondern immer mit vollem Vornamen!  Wer so etwas mag der genießt diesen Anime mit einer gewissen Ironie ^^

 

Fazit

Schwarzesmarken lebt vom Szenario. MECHA STASI GEGEN ALIENS!!! Nennt mir einen anderen Anime der DAS aufbieten kann xD Dazu kommt dann noch das unfreiwilig(?) komische "Japan-Deutsch" der Figuren hinzu und man hat in der kurzen Zeit der Serie seinen obskuren Spaß schätze ich. Schwarzesmarken ist inhaltlich aber auch ziemlich dramatisch und düster, und sticht so auch etwas aus dem Einheitsbrei der üblichen Action-Animes heraus.

 

Oder wie seh ihr das? 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0