Animelyse: Samurai Champloo

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Cowboy Bebop hatte damals einenj riesigen Erfolg... naja, nicht in Japan, aber interessanterweise in Amerika ^^; Das eine Sci Fi-Serie mit dem Musikstil Jazz zusammengemixt wurde  war schon so unorthodox und doch so frisch, wieso dann nicht das alte Japan mit Rap mixen? Das war die Grundidee bei Samurai Champloo. Kein Witz: So dumm die Prämisse auch ist... sie schadet dem Anime nicht! Okay, es macht ihn auch nicht besser meiner Meinung nach, aber diese Einflüsse sind auch nie so hinderlich das es die Geschichte stört.

 

Hier hat ein Mann eine Pistole, hier haben andere Beatboxen, doch letztendlich ist Samurai Champloo ein wunderbares Stück Action. Wobei... "Action-Anime" wäre vielleicht allgemein, es ist ja eigentlich ein "Road-Anime" wie z.B. Michiko to Hachin oder El Cazador del la Bruja. Die Protagonisten treten hier eine Reise an, erleben unabhängige Abenteuer und erreichen letztendlich ihr Ziel. Was kann man am Ende dazu sagen?

 

Feuer & Wasser... und Fuu ^^

Privat denke ich ist die Dynamik der drei Hauptfiguren das was die Serie trägt. Jin und Mugen sind beide die perfekten Beispiele der Stereotypischen "Roter Dämon und Blauer Dämon" Charakteristika die oft in Animes ausgespielt werden.

Will heißen: Ein emotionaler, launischer und planloser Charakter (roter Dämon) ist in irgend einer Form an den kühlen, disziplinierten und nachdenklichen Charakter (blauer Dämon) gebunden. In diesem Fall wollen sich beide schlicht bis zum Tode duellieren, was eigentlich auch Sinn macht: Mugen und Jin verkörpern beide das absolute Gegenteil in Weltanschauung, Mentalität und Lebensstil. Gemein haben diese Männer leidiglich ihre Schwertkunst, Jin auf eine höchst disziplinierte Art, Mugen hingegen eher leidenschaftlich wie ein wildes Tier. Beide spüren aber natürlich das der Andere ihnen zumindest ebenbürtig sein könnte, und wollen diesen Zweifel eben in einem Kampf beseitigen.

 

Selbstverständlich erklären die Männer das mit traditionellen und emotionalen Gründen, doch im Kern kämpfen sie für ihre Philosophie: Nur der Siegreiche von ihnen hätte "den besseren Weg des Lebens" ihrer Ansicht nach. Fuu als drittes Mitglied bildet somit eine art Mittelweg zwischen ihnen

Dem Alter geschuldet ist sie in vielen Dingen naiver und unsicherer, doch gerade gegenüber Jin und Mugen oft bei weitem rationaler und harscher. Sie ist der Antrieb der Reise... und ein Grund das die Kerle sich nicht umbringen. ^^; Dieses Trio ist meiner Meinung nach die Stärke der Animeserie.

 

Geschichten aller Arten

Der Vorteil von Samurai Champloo ist die Art der Erzählung: Dank der Reise kann jede Episode eine andere Geschichte erzählen, und die Macher reizen das geschickt aus: Mal gibt es unterhaltsame Handlungen wie Mugen der sich in einem brennendem Hanffeld(!) mit Maskierten Kriegern herumschlägt (inklusive diverser Trips), mal gibt es auch achdenkliche und traurige Folgen wie z.B. Jin der sich unglücklich in eine Dame verliebt die in einem Bordell arbeiten soll. Die dramatischste und packenste Saga ist für mich sicher die der blinden Sarah und ihren Versuch das Heldentrio zu töten.

Nicht nur ist der Kampf im Regen gegen Mugen das optisch tollste Duell der gesamten Serie, wir haben auch eine Gegnerin der Helden die gutmütige Motive hat: Sie kämpft um ihren Sohn wiederzubekommen, wer hat da nicht zumindest entfernt Verständnis für die Attentäterin? 

 

Und dann gibt es noch die BASEBALL-Folge. What the Fuck XD Die Episode mit den Zombies war auch schon herrlich absurd, aber die Geschichte wie die Japanischen Samurai einfallende Briten mithilfe von Baseball(!) verjagen war wohl der comedylastigste Moment von Samurai Champloo ^^ Dieses Spektrum von Geschichten macht den Anime auch so unterhaltsam und abwechslungsreich.

 

Fazit

Die Serie wirkt wie eine riesige Kiste voller Süßigkeiten: Ob Lakritze oder Schokolade, ob Drama oder Comedy, hier kann man so ziemlich alles finden, selbst wenn einem eine Episode nicht zusagt so entschädigt meist die Nächste umgehend. Zumal das Finale von Samurai Champloo mich kalt erwischt hat: Sonnenblumen duften nicht X_X UND ICH HORST HAB DARAN VORHER GARNICHT GEDACHT XD Schön war auch das Fuu sich mit ihrem Vater nochmals einen ruhigen Dialog liefern konnte, auch wenn es ihr nicht viele Antworten gab. Letztendlich war die Reise das Ziel des Trios: Jeder hat sich in irgend einer Form entwickelt, fand etwas über sich selbst herraus und letztendlich haben alle Drei auch echte Freundschaft miteinander schließen können. Auch wenn Mugen und Jin das erst schafften als ihr Duell "Unentschieden" endete, eine klare Botschaft der Geschichte: Du kannst wild und planlos das Leben auskosten, oder eben in dich gekehrt und Überlegt deinen Weg gehen: Daran ist nichts falsch! Es ist das eigene Leben, und es ist weder besser noch schlechter als Andere wenn man sich selbst treu ist. Gute Serie, gutes Ende.

 

Wie ist euer Urteil gewesen? Fandet ihr die Serie zu albern? Zu langweilig? Oder doch abwechslungsreich und gut? Korrekturen, Kommentare und Kritik gerne gelesen ^^

 

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Kommentare: 2
  • #1

    musiklover1492 (Freitag, 17 Juni 2016 13:50)

    ich hab garantiert die hälfte vergessen aber ich weiß noch, dass ich die serie gut fand. die kämpfe waren echt gut das stimmt >:D. die musik höre ich auch immer noch gerne (: (gibts nicht auf i-tunes - wieso?)

  • #2

    Misty (Freitag, 17 Juni 2016 13:50)

    Ich fand das Edne ziemlich denkwürdig, Fuu die ihren Vater traf war auch eindrucksvoll inszeniert, aber der Anime war auch sehr cool und natürlich lustig, unvergesslich bleibt die Episode als Mugen schreiben lernen soll, und dabei das zeichen für "unendlich" erfindet X3