Animelyse: Overlord (Staffel 1)

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Uiuiuiui, ein Anime der in der Virtuellen Realität spielt, meine Alarmglocken waren bereit, denn ich meine sowas kann prinzipiell ganz gut sein, aber im schlimmsten Fall...

Brrrrr, lasst uns nie wieder über Sword Art Online reden *Schauder* Bei Overlord wurde eine ähnliche Geschichte angefangen, doch hat sie einige andere Schwerpunkte und Ausgangslagen, und ich für meinen Teil muss nach Staffel 1 sagen: Der Anime ist echt gut OO; Er ist nicht der beste Anime aller Zeiten und der hat sicher seine Macken, aber prinzipiiel war ich doch angetan von der Serie und den Abenteuern des Spielers Ainz Ooal Gown oder eben Lord Momonga

 

Weil kompliziert! :D

Wobei der Anime etwas komisch ist in Sachen Erklärungen: Wer ist eigentlich der Spieler hinter Lord Momonga, wieso ist er weiterhin im Spiel und wieso verreckt er nicht nach tagelangem Online sein? Während Sword Art Online JÄMMERLICHE und LÄCHERLICHE Wege geht das zu erklären spart sich dieser Anime einfach eine Erklärung, was irgendwie sogar gut ist, wenn man es nicht logisch erklären kann so ist das Mysterium eigentlich viel praktischer als das Bullshit erzählt wird. Doch dann werden mehrfach alte Gildenmitglieder erwähnt, Lord Momonga nennt sich innerhalb des Spieles um und Yggdrasil sieht genau so aus wie vorher. Hätte das Spiel nicht viel "billiger" aussehen können und dann plötzlich hyperrealistisch? Der Einzige Unterschied ist eigentlich das die NPC'S reden statt das Textboxen aufploppen, das alles sind merkwürdig umständliche Details die man sich hätte sparen können finde ich.

Auch das jene Figur von dem und jene Figur von dem Erschaffen wurde war absolut überflüssig, wieso hätte Ainz nicht ihr aller "Schöpfer" sein können? Ich schätze mal die Novel wird da ausladender sein, aber ich finde man hätte aus der Idee mehr machen können, immerhin gab es doch eine furchtbar lustige Szene mit Ainz "Schöpfung" Pandoras Actor XD

 

Allgemein lag ja ein Schwerpunkt auf den Wächtern die so eine art Handlanger-Truppe bzw. eine morbide Definition von "Familie" für Ainz war. Die Idee das man (versimpelt gesagt) "den Bösewicht" begleitet hatte schon mal interessante Ansätze, z.B. auch das alle von Ainz Handlangern Menschen verabscheuen und auf sie herabsehen, ich frage mich ob es irgendwann herauskommt das Ainz in "Wahrheit" einer dieser Kreaturen ist welche die Wächter so verachten XD

 

Overlord war allgemein ein schöner Anime der immer in einer Grauzone der Moral stand: Klar waren die Menschen oft böse, doch auch Ainz und seine Leute waren ab und an klar finster und brutal, wie surreal war es denn als Blutsaugerin Shalltear eine ganze Gruppe Krieger mühelos abschlachtete?

Das Ganze war so inszeniert das man nicht ganz genau wusste auf wessen Seite man sein sollte, zumindest erging es mir so,  auch weil die Hauptfiguren ja meistens 100 mal stärker waren als ihre Gegner, ebenso ein interessanter Kniff. Statt das man einem jungen Helden der sich hochlevelt begleitet hat man hier einen übermächtigen Nerd der eben schon jahrelang das Spiel in Dauerschleife daddelt XD Was mich zum stärksten Punkt der Serie bringt: Der Hauptfigur.

 

"Ich bin Skelletor, Bitch!"

Ainz aka Lord Momonga war für mich einfach sehr unterhaltsam, ganz wichtig: Er ist kein Skelettmagier, er ist ein normaler Mensch der einen Skelettmagier SPIELT! Was simpel klingt haben andere Anime *zu SAO schiel* nie gerafft.

Immer mal wieder spricht der Magier vollkommen Out of Charakter in modernen Slang oder man hört seine inneren Monologe die beweisen das er eben nicht die Figur ist die er spielt. Das ist das was mich auch an Sword Art Online genervt hat: Nach 2 JAHREN in der Cyber-Fantasywelt redeten die Gefangenen dort immer noch vollkommen in Charakter und niemals in normalen Tonfall, etwas das der Overlord nach einem Tag schon tut! Auch die Grenze des Tötens und den Wert eines NPC-Lebens spricht der Knochenmann an: Er bemerkt selbst wie leicht ihm das "töten" von "Menschen" fällt, zeigt aber immer wieder das er das nicht aus Vergnügen sondern aus Notwendigkeit macht. Es ist natürlich irgendwie "Unfair" das er Gegner mühelos töten kann, doch das er zu stark ist ist ja auch fairerweise nicht sein Problem. Toll war ja auch die ganze Geschichte um Schurkin Clementine.

Sie ist ja der typische 08/15 Bösewicht die auch noch gemeinerweise nette Nebenfiguren ermordet. Ainz verdreht da aber die Logik und "rächt" sich nicht, sondern behauptet das er diese Leute noch für seine Zwecke ausnutzen wollte und die Magierin ihm das zunichte gemacht hat. Das Ainz der Tod dieser NPC's aber ans Herz geht beweist ganz simpel die Brutalität mit der er die Gegnerin tötet: Er vernichtet sie nicht schnell, er führt sie bewusst vor und ermordet sie qualvoll indem er ihr langsam das Rückrad bricht! Unser Held meine Damen und Herren OO;;;

 

Fazit

Der Anime ist sicher nicht perfekt. In Staffel 1 passiert wenig und ebenbürtige Bösewichter sind noch überhaupt nicht aufgetaucht, doch ich verstehe nicht ganz die strenge Kritik die teilweise im Netz ich lesen musste. Klar wird der Hauptcharakter (etwas ermüdend) von seinem Harem angebetet, klar ist er bei weitem zu übermächtig aber unterm Strich ist die Geschichte dennoch mal wieder etwas anderes als die üblichen Plotts solcher Cyberspace-Animes. Ich für meinen Teil will trotz der etwas langsamen Geschichte wissen wie es mit der Hauptfigur weitergeht und ob doch noch jemand aus "seiner Welt" in dieser neuen Dimension ist. Das spricht doch für den Overlord!

 

Oder findet ihr das nicht?

 

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