Animelyse: Magi - The Kingdom of Magic

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Magi Staffel 2! Ich war ehrlich positiv überrascht von Staffel Eins, für einen typischen One Piece-Dragonball-Shonen Jump Anime war die Geschichte rund um Ali Baba, Alladin und Morgiana recht unterhaltsam. Vor allem Morgiana hatte mir gefallen, eine derbe Kriegerin die aber mal NICHT eine grimmige Amazone spielt sondern sehr gutmütig und freundlich ist, warum machen Animes nicht öfters mal sowas? Klar hatte es auch einige Macken, doch ich bin mit relativ guter Laune an die zweite Staffel "Kingdom of Magic" herangegangen, und was soll ich sagen? Ich fand auch diese Staffel war gut, fast wie Staffel 1: Einige super Dinge, und ein paar kleinere Makel.

 

Die Serie Magi hat z.B. einen sehr interessanten Kniff das die drei Helden IMMER (oder zumindest oft) getrennte Wege gehen, das ist irgendwie erfrischend! Wo es sonst immer eine feste Gruppe ist oder alle an einem Ort sind teilen sich die Helden auf und erleben je unterschiedliche Abenteuer, wie derb war z.B. Ali Babas Kampf als Gladiator?

Man kennt es ja das der Held vermeindlich böse verletzt wird und dann zurückkommt, aber man als der Monsteraffe da auf seinem Arm herumkaute war ich schon ziemlich baff wie derb das inszeniert wurde XD

 

Viele, viele Figuren...

Das fällt wohl in die Kategorie Makel, aber die Staffel wirkte auf mich mit ihren ganzen Fraktionen recht überladen: Das Königreich Rem (Ja, sehr smart liebe Macher "ROM" einfach um einen Vokal abzuwandeln ~~) das Kaiserreich Ko, die Magier, die Allianz der Sieben Meere, die Gladiatoren, die Magi... man konnte schon etwas erschlagen werden von den ganzen Charakteren, oder sie hatten zu wenig Zeit. Ich selbst fand es zum Beispiel sehr interessant das Hakuryuu sich in Morgiana verliebte und ihr sogar einen Antrag machte!

Doch dannach SIEHT man den vernarbten Königssohn kaum noch! Klar er wird sich langsam zum Oberschurken wandeln, zumindest sehe ich das kommen, aber selbst der schwarze Magi Judar hatte so gut wie keinen Auftritt in dieser Staffel, das fand ich z.B. bedauerlich und etwas ungelenk gelöst. Während andere Figuren wie der künstlich erschaffene Titus Alexius... argh

Sorry, vielleicht habe ich diese "Ich bin künstlich erschaffen und habe nur noch 2 Minuten zu leben"-Geschichte einfach zu oft in anderen Serien gesehen, aber ich habe nicht verstanden wieso dieser generisch aussehende Charakter soviel Zeit in der Staffel bekam >.< Jaja sein Schicksal ist schlimm er will leben blabla, aber irgendwie wiederholte sich das ganze sehr schnell und war für mich einer der uninteressantesten Punkte der Staffel, ich war auch froh das er dann wirklich den Heldentod starb. Über die Herrscher von Rem z.B. habe ich so gut wie nichts erfahren, auch über Ali Babas Zeit als Gladiator, die Fanalis-Krieger oder auch Morgianas Reise in diesen Abgrund... ich hoffe das das in Staffel Drei etwas aufgearbeitet wird, aber ich finde hier hätte man die Schwerpunkte etwas geschickter aufteilen können. Doch trotz meines gemeckers gab es natürlich auch starke Sachen die diese Staffel bieten konnte.

 

Ein klasse Bösewicht

Japp, ich bin da ja immer ziemlich einfach gestrickt: Gebt mir einen guten Schurken und ich bin meistens schon happy XD Er muss nicht perfekt ausgearbeitet oder logisch sein, hauptsache er ist interessant und unterhält mich, und im Falle des Magiers Mogame? Da haben die Macher von Magi definitiv einen verdammt unterhaltsamen Antagonisten kreiert!

Seine ganze Art und Rolle in dieser Serie war einfach ziemlich klasse, weil er ein sehr besonderer Bösewicht ist: Ein gütiger Mann... der aber immens rassistisch ist! Ich weiß nicht, es gibt selten in Animes Rassisten die eine positive Seite in ihrer Persönlichkeit haben, doch Meister Mogame? Der Funktioniert einfach, er wirkt auf mich so als hätte man Harry Potters Dumbledore mit dem Bösewicht Magneto aus X-Men gekreuzt XD

Die meisten dieser Schurken bellen die ganze Zeit "Sie oder wir! Wir müssen die Mutanten ausrotten!" oder so ähnlich, doch Mogame ist viel besser geschrieben: Er IST gütig! Er IST aufrichtig, er liebt seine Mitmagier! Wie Alladin erkennt man als Zuschauer jedoch dann die Wahrheit: "Normale" Menschen scheren ihn nicht. Sie sind nicht vollkommener Abschaum und er bekämpft sie nicht oder sowas, doch sie sind für ihn auf keinen Fall gleichwertig mit Magiern, und er betrachtet sie eher als Werkzeug für seine Magie (und seine Kollegen) als eben Gleichwertige. Leider hat er eine ziemlich generische Backstory (jaja das gestorbene Kind das ein Opfer der Menschen-Politik war, 1000 mal anderswo gesehen ~~) aber dennoch war er mal eine erfrischende Art anderer Bösewicht, zumal er ja auch von den verschiedenen Ländern in einen Krieg gezwungen wurde. Es war sehr schön wie die Politik auch etwas die Grenzen der Moral verwischte: Letztendlich waren die "bösen Invasoren" aus Rem und Ko dann doch die "Rettung" vor dem bösen das Mogame auslöste, auch wenn sie streng genommen der Auslöser dafür waren.

 

Fazit

Magi bleibt weiterhin als Animeserie auf einem erstaunlich hohem Level der Unterhaltung: Die Figuren sind interessant geschrieben, und trotz vieler Figuren und schwankender Schwerpunkte ist man doch immer unterhalten und für mich sind die vielen Episoden sehr schnell vorbeigezogen, was immer ein gutes Zeichen ist. Klar hoffe ich mir wieder mehr Fokus auf die drei Hauptfiguren, doch letztendlich ist der Anime immer noch eine der besseren die ich die letzten Jahre gesehen habe.

 

Oder was denkt ihr?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    IvyandWoe (Donnerstag, 07 Juni 2018 11:04)

    Mein Kommentar ist zuerst auf den Blog von Ryusei Cuore erschienen.

    Hier ein Auszug:

    "Es war doch schwer, nach Jahren in die Story von Magi zu finden. Die Hintergrundmusik fand ich schlecht gewählt. Eigenständig nicht unbedingt schlecht, aber im Kontext eines Fantasyanime, der zeitlich eindeutig fern von unserer Zeit liegt, war die starke Nutzung moderner Instrumente ein teilweise störender Aspekt in diesem sonst gut gelungenem Anime.

    Sehr schade fand ich, dass kaum auf die Reise von Morgiana eingegangen wurde. Sie ist ein toller Charakter und der Anime hat ihr, meiner Meinung nach, nicht genug Screentime gegeben. Die eine Folge über Ihre Reise zum Untergrund wurde ihr einfach nicht gerecht.

    Man konnte zwar erahnen wie sie zu ihren neuen Fähigkeiten kam, dennoch hätte ich das gerne gesehen. Auch mit Yunan wurde ein interessanter Magi eingeführt.

    Mit Mogamett hat der Anime einen ziemlich interessanten Antagonisten eingeführt: Er symbolisiert nicht das Böse, er ist kein Schuft der nur aus Selbstinteresse handelt, sondern man hat hier einen Ideologen, dessen Werdegang überraschend glaubhaft gestaltet ist.

    Er gehört zu der Art von Antagonisten die ich gerne sehe. Seine persönliche Geschichte macht es nachvollziehbar, wie und warum er zu seinem Weltbild gekommen ist.

    Leider kann ich das gleiche nicht über Titus sagen. Er war meiner Meinung nach ein eher uninteressanter Charakter, wenn er auch kein schlecht gemachter Charakter war.

    Generell hat der Anime einiges an Potenzial verschwendet. Vieles wird aber wohl der fehlenden Zeit geschuldet sein.

    Sehr gut fand ich tatsächlich die Kampf- und Kriegsszenen. Vor allem die Kriegsszene vor Magnostadt hat mir gut gefallen. Dort hat der Anime für mich mit seiner stärksten Seite gezeigt."

  • #2

    Ryusei (Donnerstag, 23 August 2018 00:37)

    Die zweite Staffel Magi fand ich im großen und ganzen super, nur habe ich leider den Fehler gemacht, dass ich zwischen Staffel 1 und 2 sehr viele Jahre verstreichen ließ, was es mir schwerer gemacht hat wieder in die Haupthandlung einzusteigen.

    Was mich ein wenig gestört hat war die Tatsache, dass sich - nachdem sich unsere Helden trennen - die Story beinahe nur um das gedreht hat, was Aladin in dieser Zeit erlebt hat. Die Geschichte der anderen beiden wurde nur angeschnitten, aber es wurde nicht näher darauf eingegangen, was ich sehr schade fand, da ich gerne mehr davon gesehen hätte. Zwar kommen Alibaba und Morgiana während des Krieges wieder und sind auch deutlich stärker geworden, doch leider weiß man nicht wie sie überhaupt so weit kamen und was sie in dieser recht langen Zeit in ihren jeweiligen Orten erlebt haben.
    Auch ich fand das Mogame ein wirklich guter Antagonist war, denn er war nicht das Böse in Person, der nur Leid, Zerstörung, Macht blah blah will und einfach böse ist, weil er nun mal der Bösewicht ist, sondern dass er viele gute Eigenschaften hatte. Er war, wie du schon sagtest, ein gütiger Mensch, der sich auch für das Wohl der Magier eingesetzt hat und sich für diese auch aufopferte, und dass nicht weil er Profit daraus schlagen konnte, sondern einfach weil er Magiern helfen wollte. Natürlich waren seine Ansichten gegenüber den normalen Menschen nicht in Ordnung und falsch, gerade dass er diese einfach als Minderwertig und zum Teil auch mehr als "Nutzvieh" betrachtete, aber man konnte seine Motive aufgrund der (leider doch recht typischen) Vergangenheit durchaus verstehen und letztendlich hat er sich ja dann doch für das Richtige entschieden.
    Ich hoffe wirklich das Magie noch eine dritte Staffel bekommt.
    Außerdem lese ich gerne deine Blogs, die sind immer so unterhaltsam geschrieben.