Animelyse: Kill la Kill

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

"Ach herrjeh, ein Hype-Anime" war meine erster Gedanke als ich anfing Kill la Kill zu sehen. Dabei war ich doch schon dank Sword Art Online gebranntmarkt und zur Überzeugung gekommen JEDER gehypte Anime wäre unausgegorener Dreck. Dennoch, ich wollte dem Titel eine Chance zugestehen, immerhin gab zwar dazu einen Hype aber auch nicht so massiv und langwierig wie bei anderen Werken. Was soll ich sagen? Kill la Kill ist... wohl einer der unterhaltsamsten Animes seit langem für mich! O_o;

 

Die erste Episode war noch so gehetzt und in einem so hohem Tempo das ich mich ehrlich gesagt fast schon ERSCHÖPFT fühlte, zumal die ganzen Landschaftszooms das Gefühl vermittelten als säße man in einer Achterbahn. Zum Glück legte sich das (oder der Plott interessierte mich so sehr das ich es schlicht nicht mehr bemerkte). Allgemein entwickelt sich die Geschichte aber wirklich sehr schnell und ohne echte Hänger, wo gibt es sonst einen Anime bei dem die Zusammenfassung der halben Serie mal eben innerhalb von 90 Sekunden heruntergerattert wird? XD 

 

Gute Hauptfiguren

Die wichtigste Figur ist ja eindeutig Ryuko mit deren Auftauchen in der Stadt die Handlung ihren Anfang nimmt, ihr im Kontrast steht die Schülersprecherin Satsuki. Beide geben das klassische "Roter Teufel / Blauer Teufel" Duo ab wie z.B. Naruto und Sasuke oder Jin und Mugen in Samurai Champloo.

Wobei ich sagen kann das man hier die typischen Klischees klug abgeändert hat. Ryuko ist hier keine echte "Idiotin" wie z.B. ein Naruto, sie wird zwar oftmals von den Situationen überrumpelt aber das ist in einem glaubwürdigen Rahmen. Sie hat eher eine sehr "wilde" und "undisziplinierte Art" und ist sich spaßigerweise auch nicht zu schade zur Not erstmal bei Problemen das Weite zu suchen, DAS ist definitiv etwas das man bei solchen Charakteren sehr selten sieht XD

 

Satsuki-Sama hingegen ist... einfach großartig! Ich mag ihren kompletten Charakter, vor allem als sich herausstellt das sie eine der "Guten" ist. Sie ist ungemein diszipliniert und steif in ihrem Gebaren, zeigt aber immer mal wieder klitzekleine Nuancen von Wärme und Menschlichkeit im Laufe der Handlung. Wie z.B. wenn sie Tee von ihrem Butler bekommt, oder wie sie Gamagori vom Selbstmord abhält... ich kenne auch eigentlich keinen einzigen Helden außer ihr der wirklich ALLES tut um den Sieg zu erringen. Die eigene Mutter hinterhältig erstechen? Sie tut es. Sie würde sogar IHRE BRÜSTE ENTBLÖßEN wenn sie es müsste! ÒoÓ XD Ich kenne viele Schurken die erklären "Für den Sieg tue ich alles" aber das es auch eine Heldin tut zeigt einfach wie frisch und interessant diese Figuren geschrieben wurden, eine Stärke die sich durch die komplette Serie wie ein roter Faden zieht (Roter Faden, kapiert? xD Ich bin wieder mal echt pfiffig :3)  

 

Gute Nebenfiguren

Die wichtigste Nebenfigur ist sicher Mako Makanshoku die "dank" ihrer immensen Blödheit es doch immer wieder schafft Ryuko auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen. Immer wenn Ryuko an sich zweifelt, ihre Situation verdammt oder nicht mehr weiter weiß kann Mako dank ihrer wirren (aber aufrichtigen) Ansprachen immer wieder das Ruder herumdrehen und den Tag retten. Ist wohl auch der einzige Animecharakter der immer nur in abgehackten Animationen durch das Leben "glitscht". XD

Ich hatte nachgelesen das viele Fans spekuliert hatten das sie sterben würde, so als ultimativer Schlag in die Magengrube, bin aber froh das man diese Klippe umschifft hatte, es hätte mich irgendwie geärgert. Für mich war es glaube ich auch die interessanteste Episode als Mako sich tatsächlich als Prügel-Club-Chefin GEGEN Ryuko stellte, das fand ich sogar weitaus schockierender als Ryukos Wandlung zur Bösen in einer Folge!

Es war auch so logisch wie Mako dazu kam: Ihre Familie war endlich reich und hatte ein schönes Leben, und für sie war es logisch das man dafür kämpfen sollte. Ich hatte echt mitleid mit Ryoku denn hier wehrte sie sich natürlich nicht einmal. WIE könnte sie gegen die einzige Person kämpfen welche SIE immer wieder dazu brachte weiterzumachen? Letztendlich begreifen glücklicherweise Mako und ihre Familie das Reichtum und ein gutes Leben nichts wert ist wenn man dafür seine Freude und FreuNde verliert.

 

Satsukis vier Generäle bekamen nach einer Weile auch mehr Tiefe. Erst dachte ich (und viele andere sicher auch) das sie die typischen "Zwischenbosse" der Geschichte wären, und das Satsuki nicht wirklich etwas für sie empfindet, doch am Ende wirken wirklich alle ziemlich Sympatisch, selbst die zickige Nonon hatte nen gewissen Charme XD Ich fand es auch ziemlich schön das im letzten und finalen Kampf sämtliche "Mini Bosse" (Der Boxer, die Tennisspielerin etc.) noch einmal mithalfen gegen den ultimativen Bösewicht. Apropo...

 

Gute Schurken

Ich gebe es ja gerne zu: Wenn ein Bösewicht gut gemacht ist dann ist der Anime für mich meistens schon klasse, und hier? Ragyo und Nui Harime sind einfach wunderbare Bösewichter!

Alleine der Auftritt der einäugigen rosa Gewitterwolke ist schon so denkwürdig: Wie sie mit kindlich fröhlicher Stimme erklärt "Ja ich hab deinen Pappa getötet! :D" ist einfach ein großer Knall der den Rest der Serie immer wieder nachhallt. Sie ist ein fürchterlich-drolliger Gegner dem man es am Ende einfach gönnt das er mal so richtig eins in die Visage bekommt, so zumindets ging es mir. Die böse Mutter Ragyo hingegen ist ein idealer Oberschurke: Selbstgefällig, etwas hönisch und natürlich auch leicht lasziv-erotisch angehaucht. Das sie nebenbei fast nahezu unbesiegbar ist und sogar immer wieder fast schon ironisch behauptet eine gute Mutter zu sein sind einfach gute Mittel die sie glaubwürdig als Gegnerin macht. Toll ist auch das immer wieder "ihre" Musik erklingt sobald sie im Mittelpunkt des Geschehens ist, und ihr Ende... geil XD Sie tötet sich lieber selbst grinsend bevor sie sich nochmal läutern lässt, das ist die Entschlossenheit die ein guter Antagonist haben sollte!

 

Die Syncho der Serie ist nebenbei recht gut. Ich sage hier bewusst nicht "perfekt" denn ich bin dank "Tari Tari" und "The Devil is a Part Timer" einfach etwas verwöhnt, aber die meisten Figuren sind immer echt gut getroffen, vor allem Sonia Muratore die so treffend den "babyhaften" Ton von Nui trifft. Ebenfalls stark: Richard van Weyden der den "rosa Irokesen" vertont! Das klingt für mich als würde Bruce Willis sich plötzlich mit etwas Barry White verstärken, extrem coole Sau O_o; Einzig Satsuki klingt für mich einfach zu alt, die Stimme passt eigentlich zum Charakter in Sachen Ernst und Arroganz, doch letztendlich ist die Stimme für mein empfinden ein wenig zu erwachsen, aber das ist denke ich verschmerzbar.

 

Fazit

Japp, Kill la Kill macht einfach spaß ^^ Das Tempo der Geschichte ist hoch, unvorhergesehen und voller lauter interessanter Ideen und Figuren. Ein wenig nervt höchstens der Fanservice, vor allem wenn sich Ryuko verwandelt und sich der Stoff an bestimmten Stellen spannt... das ist wenig ansprechend >.< Doch immerhin verzichtet man hier auf Nippel und die Thematik das man hier dauernd "nackt gegen Kleidung kämpft" hätte weitaus plumper sein können. Schlussendlich kann ich nur zugeben das hier jeder Hype berechtigt ist: Eine runde Serie mit einem schönem Plott und einem perfekten, dramatischen und versöhnlichem Ende!

 

Oder habt ihr andere Ansichten?

 

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Kommentare: 3
  • #1

    HotaruKiryu (Mittwoch, 15 Juni 2016 13:48)

    Kill la Kill war schon ein echt rasanter und starker Anime. Ich bin eigentlich nicht so der Fan von solchen Serien, aber ich war von den Plottwists öfter überrascht und mochte die Serie. Der Hype war anfangs etwas nervig, aber die Serie lohnt sich doch sehr, wobei ich sie mir nicht kaufen würde. Das überlasse ich Shima. Ansonsten teile ich deine Meinung, Satsuki mochte ich sehr, aber auch Ryouko. Der Song Blunenkranz war übrigens sehr interessant gewählt. Ein Anime, der sich trotz des Hypes lohnt. Tolles Review, fehlt meiner Meinung nach nichts, es ist alles gesagt worden.

  • #2

    Vigi (Mittwoch, 15 Juni 2016 13:48)

    Mit Tengen Toppa Gurren Lagann einer der besten Animes von Trigger. Für mich sogar die beste Neuerscheinung vorletztes Jahr. Den Anime habe ich nicht umsonst schon 3x gesehen ;-)
    Wie auch du finde ich gut durchdachte Bösewichte extrem wichtig wie auch glaubhafte Helden und beides bietet der Anime. Zudem kommt super viel Trash und Action das einem von zuschauen fast schwindelig werden kann xD
    Doch es ist gut verpackt und viel story mit viel tiefgang in bemerkenswerter weise wenig episoden gepackt, so das man keine "Hänger" in der Handlung hat.
    Wer den Anime noch nicht kennt sollte hier wirklich sofort zuschalgen, ein Meisterwerk wenn man mich fragt!

  • #3

    ich-bins-nochmal (Mittwoch, 15 Juni 2016 13:49)

    also ich hab es jetzt auch gesehen (juhu). tatsächlich fand ich es auch unterhaltsam, obwohl ich fanservice-hater no1 bin. ich finde es ziemlich witzig, dass in fsk16 animes die beleidigungen anders sind als in fsk6 ect. ist ja eigentlich logisch aber trotzdem. ein super trinkspiel: jedes mal saufen wenn jemand "schlampe" sagt.^^
    den vorher schon erwähnten fanservice finde ich ziemlich unnötig und manche sachen (nicht unbedingt fanservice) echt zweifelhaft, z.b. als der rot/schwarzhaarige typ (name vergessen) ryuko mit seiner knarre bedroht und ihr sagt sie soll sich ausziehen (kommt glaub ich öfter vor, wenn auch mit variationen). er ist zwar einer von den guten, aber an was erinnert uns das?! T_T ähnliche sache bei ragyo, mann hab ich die gehasst.^^ irgendwie hackt es bei ihr richtig. und ihre sexuelle belästigung hätte sie sich sparen können. aber ihr ankündigungssong haut rein. die musik, die kam wenn ryuko sich verwandelt hat (?), war auch gut (ich meine die mit "dont lose your WAAAAAAAAAAAY", hat mir einen ohrwurm beschert).
    meine lieblingsepisode bevor es "ernst" wurde war die mit dem prügelclub. das war witzig und ich mag mako.
    insgesamt kann ich also dem review schon zustimmen.
    ich bin gekommen für "mädchen mit schwert zerhackt alles" und bin geblieben für den rest (nicht zum 1. mal in einem anime).
    es bleibt nur ungeklärt wieso ryukos vater aussieht wie ein 70-jähriger wilder obwohl sie grade mal 17 ist (ob es jetzt ihr richtiger vater ist oder nicht). und ich fand satsukis stimme auch mega alt klingend aber sie sieht auch alt aus.^^ wo ich grade beim thema alt war. nix gegen sie. (der zehennagel der rebellion war ein brüller, muss ich schon sagen, weiß aber nicht ob das witzig sein sollte.)
    das ende vom anime fand ich auch ok, wobei ich bei der gesamten erklärung die ganze zeit so aussah: o.O ...
    ___
    "Oder habt ihr andere Ansichten?"
    nope eher nicht so
    __
    ende