Animelyse: Free! - Iwatobi Swim Club

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Kame schaut also Yaoi Ö_Ö; Naja gut, ich hatte dank dem Hype schon vorher von Free! gehört aber ich hatte mir schon gedacht das diverse homoerotische Untertöne sich durch diese Serie ziehen, doch wenn man ehrlich ist war Free doch zahmer als man denken könnte. Ich bezeichnete es VOR dem schauen schon als "K-ON mit Penis", und vergleiche mit der Serie sind schon ziemlich angebracht. K-ON! und Free! haben eine ähnliche Struktur und Dynamik.

Nicht nur haben wir in beiden Serien fünf wichtige Figuren, sondern auch ähnliche Stereotypen: Die ausgeglichene Persönlichkeit, die lebensfrohe Figur, der zurückhaltende Charakter etc. Ich fand K-ON ja weniger packend (hier nachzulesen) und wenn ich beide Serien vergleichen müsste, ja, da finde ich Free tatsächlich besser O_o Nicht meilenweit, doch in Free gibt es etwas das es in K-ON eigentlich nie gab: Einen Konflikt. Die Figuren hatten untereinander Streit und eine art Wettkampf-Geist war präsent. Es hatte nicht den Level einer typischen Sport-Will-der-Beste-sein Animeserie (oder "Gangbatte" für Wortfetischisten) aber es hatte zumindest meine Neugier geweckt und es passierte immerhin mehr als bei dem Damen Quintett.

 

Fünf Lappen beim Schwimmen

Ich fand es sehr interessant das die beiden wichtigsten Figuren ein "rot/blau" Pärchen waren, also der emotionale und direkte Charakter kontra der emotionsarmen und introvertioerten Persönlichkeit. Das interessante: Hier ist der blaue Charakter der "Gute", während der rote "der Böse" ist, ich rede natürlich von Rin und Haruka

In den meisten Serien ist eigentlich "der rote" der Held (Naruto, Beyblades Tyson, Inuyasha), doch hier passt es irgendwie das Haruka als "blauer Held" so absonderlich still und Schwimm-fixiert ist. Allgemein sind auch beide Charaktere nett geschrieben, Haruka war immer auf einem guten Mittelweg zwischen unterhaltsamen Freak und interessanter Hauptfigur. 

Makoto war so eine Art "Unterstützungs"-Figur die immer den Plott vorantreiben konnte weil Haruka zu wenig tat. Das er Tiere mag und Geschwister hat war aber auch so ziemlich das Einzige was man über ihn sagen konnte, er war immer so uninteressant ausgeglichen, auch wenn man sich die Mühe machte ihm wenigstens eine tragische Geschichte rund um einen ertrunkenen Fischer zu geben, damit konnte ich leben. Die Brillenschlange Rei hatte die Rolle "der Neue" in der Serie und schaffte oft den guten Spagat zwischen datenfixierten Nerd und unfreiwilligem Ziel für Spott. Oft. 

Manchmal war er mir schlicht zu weinerlich, für ein Mädchen wäre dieses "Ah nein das beschäftigt mich!" Gejammer vielleicht noch irgendwie realistisch, doch wenn ein männlicher Jugendlicher so agiert wirkt das auf mich zumindest immer ein wenig arg überzeichnet. Ist nicht immer so gewesen, doch manchmal musste ich schon die Augen rollen. Apropo Augenrollen: Nagisa

Der Kerl war für mich mühsam zu ertragen. Vielleicht lag es auch an der deutschen Synchro, und es wirkt nicht so künstlich wenn jemand JEDEN mit einem "kun" anredet, doch ich fand das "Reilein", "Makotolein" und "Harukalein" nach spätestens zwei Episoden unerträglich, zumal er das IMMER machte. Allgemein war der Kerl mir häufig ein wenig zu weibisch und relativ unglaubwürdig. Klar, ich verstehe das das alles Yaoi-Stereotypen sind und ich nicht die Zielgruppe bin, ich meine nicht umsonst erinnerten mich die Figuren an eine Parodie-Serie aus dem Anime Beyound the Bounday 

Gibt es eigentlich Bezeichnungen für diese Shonen Ai/Yaoi-Stereotypen? Den Kindlichen, den Brillenträger, den grimmigen Emo?

 

Die Frauen der Serie waren (wie wohl beabsichtigt?) nicht der Rede wert, man hatte die Lehrerin aus K-ON schlicht kopiert (eine peinliche Jugendsünde war das einzige was die Figur ausmachte) und man brauchte noch eine Schwester.

 

"Ich bin wütend weil [GRUND]!"

Die Geschichte in den 12 Episoden war... naja. Immerhin passierte etwas und der Konflikt zwischen Rin und seinen alten Kameraden machten neugierig. Auch wenn der Grund für Rin's Verhalten war... das er nochmal mit allen schwimmen wollte? Irgendwie wirkte das ziemlich konstruiert, und sorry Mädels: Männer streiten sich nicht so wie in dieser Serie XD Sie zerren sich nicht dreimal am Kragen, rollen sich am Boden und brechen dann in Tränen aus, DAS Kerle SO ihre Konflikte lösen wäre mir zumindest echt neu Ö_Ö;

Ich dachte ja naiv wie ich war es würde in der letzten Folge auf ein Duell 4 gegen 4 hinauslaufen, bis mir einfiel das dies ja kein typischer 08/15-Sportanime war, sondern eben eine Serie für Damen. Ich will Free nicht ankreiden das die Kerle 90% der Serie Oben ohne herumlaufen und alle Männer gebaut sind wie He-Man, denn das ist eben so die Wunschfantasie für Mädels. Da könnten sich ja auch die Damen beschweren das in Animeserien wie z.B. "Samurai Girls" die Frauen unnatürlich lüstern handeln und ihre Kleidung ständig kaputt geht, das ist eben eher was für die M16 Zielgruppe.

Ich privat mochte zum Beispiel die Geschichte rund um Rei's Eintritt in den Schwimmklub und seine Mühe schwimmen zu lernen. Als Haruka sich kurz am Ende der Episode erbarmt ihm seinen Stil beizubringen dachte ich "Ah, nun schafft er es".... nur um zu lachen als er WIEDER scheiterte XD Dann war natürlich die Lösung: Der einzige Stil den KEINER der anderen Drei nutzte, der war natürlich der den Rei beherrschen konnte xD

 

Fazit

Japp, Free ist ok. Es nimmt viele Elemente aus Sport-Animes, kippt noch eine Schicht Shonen Ai - Andeutungen drüber und kann so für eine Staffel ganz gut unterhalten. Die Idee das alle Kerle einen weiblichen Vornamen haben während die einzige Dame einen männlichen hat? Geschenkt, es gab dümmere Einfälle und Gags in anderen Animes. Letztendlich kann Free auch die Liebe zum Schwimmen gut rüberbringen und wer kein Problem hat das Shonen Ai-Vibes auftreten (alleine die beinahe-Mund zu Mund beatmung war so schäbiger Fanservice XD) der hat hier doch nen guten Anime gesehen.

 

Oder nich? O_o

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Misty (Montag, 05 Dezember 2016 14:09)

    Ich fand die Homoerotischen Töne aber ziemlich dünn, ich hatte irgendwie mehe erwartet/erhofft >3 Rin und Haruka hatten schon eine schöne Beziehung, ich mochte auch die Rückblicke in die Kindheit, die hättest du noch erwähnen können, ansonsten passt der Beitrag schon

  • #2

    Pendergast (Dienstag, 06 Dezember 2016 14:29)

    Ich war auch positiv überrascht. Die Figuren sind absolut angenehm und wachsen einem schnell ans Herz. Besondere Tiefe ist nicht vorzufinden, aber es ist auch nicht so, als blieben die Figuren komplett blass. Jede hat ihren eigenen Charakter, der nicht komplett auf Sterotypen basiert, das fand ich bei K-On extremer. Die Handlung ist zwar wie du sagst relativ einfach gestrickt und vorhersehbar, aber nicht so sehr, dass man sich langweilt, da gibt es weiß Gott flachere Storys bei Animes ^^

  • #3

    HotaruKiryu (Samstag, 10 Dezember 2016 23:39)

    Als ich Free damals gesehen hab, war ich weder total geflasht, noch total begeistert davon. Die Charaktere sind in Ordnung und ich mein ... als Frau ist es nicht verkehrt das zu sehen, oder? Ich hätte es allerdings ohne die Shonen Ai Anspielungen mehr gemocht. Klar, die Konflikte waren auch okay und es war unterhaltsam. Aber wenn ich einen richtigen Sportanime schaue, bevorzuge ich dann doch mein relativ männliches Kuroko no Basket (was unterbewusst manchmal gay wirken kann, aber wirklich unbewusst und mit richtigen Arschloch-Antagonisten). Solche Sportanime kommen mittlerweile nicht ganz ohne kleine Andeutungen aus, weil die Studios was verkaufen wollen. Fujoshis haben Geld, nech? Das hat bei Free ganz gut funktioniert, aber diese Lappen sind für mich nicht männlich oder cool. Würde die Serie mehr auf Freundschaft setzen, wäre das kein Ding. Aber hier gibt es keine Antagonisten oder ernsthafte Probleme. So einen richtigen Bösewicht gibt es bei Free nicht und am Ende heulen alle nur und halten Händchen. Die zweite Staffel hat für mich noch mehr drauf gesetzt und wird durch seinen Fanservice völlig zerstört (was mich in Staffel 1 gar nicht so gestört hat), aber vielleicht schau ich noch die Vorgeschichte, die als Film umgesetzt wurde. Wenn ich einen ernsthaften Sportanime schauen will, gehe ich Richtung Shounen. Aber Free ist wirklich nur Fujoshi-Fanservice mit netter Unterhaltung - mehr nicht. Da hätte es weitaus mehr Potenzial geben können. Habe bei der Überschrift "Fünf Lappen beim Schwimmen" herzlichst gelacht, vielen Dank dafür und das Review an sich.