Dragonball

Ich will mal wieder mehrteilig über einen der Kult Animes reden, diesmal soll es die Bälle des Drachen treffen, besser bekannt als Dragonballs. Es ist unglaublich wie stark der Hype um diese Serie wurde nachdem sie erstmal angelaufen war. Eine gigantische, spaßige und dramatische Saga rund um den kleinen Jungen und seiner Reise durch eine absurde, aber immer interessante Welt.

 

Heute will ich mit der Analyse der ersten 32 Folgen starten, die sogenannte Pilaw-Saga, hoffe ihr fühlt euch etwas unterhaltem bei dem Tripp zurück an den Anfang einer langen Geschichte...

 

"Sieht ja schwach aus"

Mein allererster Gedanke als ich mit 16 die ersten Bilder des Animes auf RTL2 sah. Ich mochte den Look eher nicht: Son Goku war ein merkwürdiges Kind (ich wollte natürlich einen eher jugendlichen Helden!) und auch die Mädels konnte Akira Toriyama nun nicht gerade sehr "FANSERVICE-Tauglich" zeichnen (was denn? ich war 16 O_o;) Doch natürlich sah man sich die ersten Folgen dann doch an, ich meine was sollte man auch tun? Ins Internet gehen? HAHAHAHA XD

 

Die Grundidee der Saga war garnich mal verkehrt: Der uns unbekannte Son Goku bekommt besuch von Bulma die ihm (und auch uns) im groben erklärt was es mit den Dragonballs auf sich hat. Ich weiß noch genau, noch bevor Bulma erwähnte WOFÜR sie den Wunsch braucht dachte ich mir "Ah okay, Welt retten, Land retten, irgend sowas" und war ziemlich baff als sie vollkommen egoistisch nen Freund wollte, der erste Indikator das auch Humor in der Serie großgeschrieben wurde XD

 

Womit wir dann auch zum großen Erzschurken des Arcs kommen, dem sagenumwobenen Prinz Pilaw

Ich schätze bis zum heutigen tag weiß ich nicht recht wo ich diesen Schurken einordnen soll, ich glaube das liegt auch daran weil er nie so wirklich eine Backstory bekommen hat: Warum sieht der Typ so aus wie er aussieht? Wieso nennt er sich Prinz? (ich wette nur weil sich das so geschmeidig Spricht, "PINZ Pilaw") und wieso kann er soviele tolle Sachen konstruieren, ist aber größtenteils doch ein trotteliger Depp? ^^; Warum hat er eigentlich so treue Handlanger, was haben die davon? Werden die bezahlt? Wenn es dazu mal antworten gab hab ich sie verpasst, letztendlich war er als Antagonist der ersten Staffel schon okay, mehr kann ich da glaube ich nicht sagen, weder gutes noch schlechtes

 

Wenn einer eine Reise tut...

...der kann viel entdecken. Das war auch die Stärke der Serie, man wusste nie was einen erwartet: Erst denkt man "Ah klassiches Mittelalter" aber spätestens als Bulma mit dem modernen Technischen Gimmicks loslegt ist man verunsichert, denn die Welt von Dragonballs bietet (zum Glück für und Zuschauer) alles: Von Dämonen bis zu Robotern, von Zauberern bis zu fliegenden Kampfstationen, hier wird der Unterhaltung zuliebe keine Logik verlangt, also kann auch alles passieren, und so treffen die beiden Helden bald einige sehr interessante Figuren wei eben Yamchu, Oolong und auch den Herrn der Schildkröten

 

Erstaunlich unproblematisch ist dann auch das erste kleine Finale der Saga als die Heldentruppe dank Son Gokus "Affen-Power" den fiesen Prinzen besiegt und die Dragonballs sich wieder aufteilen (ihr wisst schon, der "Mütze mit zwei Ohren"-Wunsch) DA hatte ich schon die Sorge das die Serie enden könnte, doch das war ja mal garnichts: Tatsächlich geht Son Goku dann beim Herrn der Schildkröten in die Lehre

Ab hier ändert sich auch der Ton der Serie für mich: War es anfangs ein etwas albernes Abenteuer wird es nun eine art "Streetfighter Light" um das große Kampfsportturnier. Toll auch das man hier wieder mit interessanten neuen Figuren konfrontiert wird: Kurillin (nicht das man es je problemlos schreiben könnte bei der Aussprache), und auch Lunch bringen wieder etwas Farbe in die Cast um die Trainings-Nebengeschichte.

 

Allgemein ist der Punkt "Turnier" in Animes und Manga für meine Begriffe nie verkehrt, wenn man es halbwegs vernünftig aufzieht. Das Muten Roshi auch noch darüber berichtet macht die Vorfreude für den Zuschauer umso größer. Als dann das Turnier (das eigentlich nie nen guten Namen bekam, wieso nannte man es eigentlich nur "Das große Turnier der Kampfsportkunst?" Klingt lame!) startet... ist man als Zuschauer wirklich perfekt bedient!

 

"Youre the Best... arrouund! *Krächz*"

Das erste große Turnier wo es wirklich noch rein um den Sieg geht und den Gedanken stärker zu werden war meiner Ansicht nach das Beste. Es gab soviele unglaublich interessante Gegner: Bakterian, dann die Strippende Lanfan, der indisch-angehauchte Nam... und natürlich der mystiöse und (garantiert) copyrightfreie Jackie Chun

Ich selbst war mir anfangs auch nie sicher ob der Typ wirklich der Herr der Schildkröten sei, aber noch toller war natürlich der Endkampf, das hatte was von Obi Wan gegen Luke Skywalker, immer wieder zog der Alte eine neue Technik aus dem Hut, bis er sogar gegen den King Kong großen Affen-Goku kämpfen musste. Mal im ernst: Ist es nicht die dämlichste und genialste Technik gewesen MAL EBEN DEN MOND WEGZUBLASTERN? XD Ich hab damals gleichzeitig gelacht und geprustet "Ne jetzt im ernst?" Auch als der Turnier-Sprecher meckerte das nun keiner mehr den Mond romantisch nutzen konnte zeigte das trotz aller Epik immer wieder etwas zum lachen einberacht werden konnte. Was mich auch noch zum letzten Part rund um Chichi bringt

Ich stimme gern überein das die erwachsene ChiChi mehr nervte als ne Folge Greys Anatomy, DIE "KLEINE" CHICHI wiederrum fand ich schweinekomisch. Da köpft sie aus "Angst" nen T-Rex (SICHTBAR) und weint "So das hast du davon mir Angst zu machen nun bist du tot ;o;" geilster Kill in einerm Kindercartoon ever XD Die mißverständliche Hochzeit mit ihr bildet den Schluss der ersten Saga, denn da die Dragonballs jetzt wieder aktiv sind taucht natürlich Pilaw wieder auf... doch auch ein Oberst Silver, und da merkt man: Hier wird nichts wiederholt, es geht zum nächsten Level O_O

 

Fazit

Unfassbar das das "nur" 32 Folgen waren: Für mich waren die ersten Abenteuer um Son Goku und Bulma so episch da hätte ich geschworen das da mindestens 50 Episoden dabei rumkamen, was ein gutes Zeichen ist. Die erste Saga rund um Pilaw war nicht perfekt, aber verdammt gut, man wird unterhaltsam und übersichtlich in eine fantatische Welt voller interessanter Figuren geworfen und bekommt dann immer mehr Epik zugefügt. Alleine das Son Goku das Turnier NICHT gewann war für mich damals schon sehr überraschend, aber auch ein angenehmes versprechen: Hier war noch lange nicht alles ausgeschöpft, und das konnte die Serie bis dahin großartig vermitteln. Wäre die zweite Saga auch so gut? Oder gar besser? Meine Meinung dazu bald in Teil 2 zur Dragonball Animelyse ^^

 

Wie fandet ihr den Beginn der großen Saga?

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Conny (Dienstag, 14 Juni 2016 16:37)

    Haaach Dragonball. Jaa als Son Goku noch klein war war die Welt noch in ordnung. ^^
    Ich finde ja die erste Staffel am Besten, Son Goku hätte nie erwachsen werden müssen. Ich konnte anfangs auch nicht viel mit der Serie anfangen, hab aber doch ab und zu ne folge geguckt. (was hätt ich tun sollen? ins Internet gehen? hahahahaha xD) Mit der Zeit gefiel es mir dann auch immer besser und sau komisch war es auch. Vor allem als Oolong mal ins Gebüsch musste weil Bulma ihm ein Abführmittel verpasst hatte, und man nur das Geräusch von Knallfröschen hörte xDD (werd ich nie vergessen)
    Am beeindruckendsten war natürlich auch der Drachen Shenlong. Hab mich jedes Mal gefreut wenn er wieder gerufen wurde. Ja die Serie ist schon klasse. ^^