Animelyse: Death Parade

Story:

.. äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Geilstes Intro seit langem! Ich wusste nichts über Death Parade bevor ich es angefangen habe aber MEINE GÜTE das Intro bockt mich total und machte mit eine immense Laune auf den Anime... selbst wenn das Intro verdammt verlogen ist XD Seht es euch ruhig nochmal nebenbei an.

 

Alle haben ne spaßige Zeit, feiern wild, super Stimmung... ja von wegen, der Anime ist wohl eher ziemlich schwermütig und emotional xD Achso nebenbei: Großartige ersten zwei Episoden! In der allerersten Folge werden wir vollkommen ohne Kontext in das Spielprinzip von Death Parade geworfen und in der Zweiten bekommen wir fast dieselbe Handlung... nur eben aus Sicht der Richter, inklusive aller Erklärungen. Ich fand das sehr pfiffig!

 

Jedes Spiel eine Geschichte

Ich glaube jedes Spiel innerhalb von Death Parade gab eine gute Episode ab, und jede hatte einen leicht anderen Ton. Wir hatten anfangs eine tragische Liebesgeschichte, dannach eine richtig rührende Liebesgeschichte und eine verdammt düstere Rachestory rund um einen Polizisten und einen jugendlichen, selbsternannten Rächer seiner Schwester.

Es war ein schöner Kontrast wie die beiden dank Gedächnisschwund erst zusammenarbeiteten nur um dann am Ende zu zerbrechen als sie merken was für Menschen sie eigentlich sind und wie sie starben. Ich meine ich ahnte in etwa was es mit der Geschichte auf sich hatte, doch es warf natürlich die Frage um die Natur der Rache und das Wesen eines "Richters" auf... mit einem der wohl bösesten Enden der gesamten Serie. 

 

Erfrischend fand ich da wiederrum die wirklich eher lustige und positive Episode rund um das dusselige Fangirl und ihr Idol (Beide hatten auch einen wundervoll lächerlichen Tod, wer bastelt bitte eine Bombe mit Herz-Logo? XD)

Die Folge hatte viel Humor, aber es war auch irgendwie rührend wie sich das Idol am Ende wirklich bemühte "besser" zu einem Fan zu sein als er es eigentlich war, zumal das Ende doch viel Charme hatte. Selbst eine der letzten Episoden rund um die alte Mangaka war angenehm sentimental, undramatisch und entspannend, die Abwechslung der Spiel-Geschichten war also echt hoch.

 

Nebenfigur! Weil Nebenfigur!

Was ich dem Anime schlechtes nachsagen kann waren die vielen Nebencharaktere im Kosmos der Richter. Natürlich brauchen wir Barkeeper Decim und die verstorbene Chiyuki, ihre Chefin Nona passt da auch... doch wozu der ganze Rest? Der rothaarige Ginti, der Fahrstuhlführer Clavis? Brauchten wir wirklich für drei Szenen Castra und ihren Schädelhelm?

Vielleicht sehe ich das nur so, aber erstens kamen dank weniger Episoden die Figuren eh viel zu kurz, und irgendwie waren sie auch überflüssig. Sollte das Jenseits, bzw. das Fegefeuer/Nirvana sich nicht eher durch eine gewisse Isolation auszeichnen? Es gab zuviele Gespräche mit Nona und ihrem Chef, mit Ginti und dem Fangirl, irgendwie war das alles ziemlich vergesslich im Gegensatz der so packenden Lebensgeschichten der Verstorbenen. Vielleicht hatte man auch mit mehr Folgen gerechnet, die Vorlage war ausführlicher oder was weiß ich, doch abgesehen von den ersten drei Figuren hätte man sich die anderen "Jenseits-Beamten" meiner Ansicht nach echt sparen können.

 

Eiskunstlauf, Geschichten und Roboter

Der hintergründige rote Faden rund um die verstorbene Chiyuki war zwar nicht gottgleich und fantastisch für mich, doch dennoch oberes Level. Ich selbst war irgendwie überrumpelt das sie ausgerechnet Eiskunstläuferin war, das war unerwartet und doch irgendwie interessant, überhaupt mochte ich ihren ruhigen Charakter und ihr Wirken gegenüber dem emotionsfreien Decim

Faszinierend fand ich das sie eigentlich nicht so eine echte sportliche Leidenschaft im klassischen Sinn hatte von wegen Wettkampf oder so, sondern eher eine gefühlsbetonte Bindung. Die Thematik das sie sich umbrachte schlicht weil man sie wegen ihrem Karriereende nicht mehr "verstand" war ja auch das was den Barkeeper beschäftigte, die Gefühlswelt der Menschen halt. Das Märchenbuch, Decims falsche "Welt" rund um Chiyukis toter Mutter und sein Wunsch Emotionen zu verstehen waren da schöne Komponente die einen soliden, wenn auch nicht großartigen Schlusspunkt für mich setzten.

 

Fazit

Death Parade hat unglaubliche Stärken. Animes müssen nicht immer laut, actiongeladen und schnell sein, nein: Animes können auch in ruhigen Momenten und entspannten Szenarios fantastische und bewegende Geschichten erzählen, wie es diese Serie hier mehrfach tut und auch schafft. Das einzige Manko sind halt die etwas zu vielen Nebenfiguren und auch das Finale war für mich nicht "das emotionalste was Anime je geschaffen hat" (so diverse Kritiker) sondern schlicht "ok", doch vielleicht krankte das ein wenig an der mickrigen Episodenanzahl. Vielleicht bin auch nur ich mal wieder die gefühlskalte Kröte und es war doch das emotionalste ever?

 

Was denkt ihr?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Annie (Mittwoch, 27 Dezember 2017 18:10)

    Ich stimme dir vollends zu!
    „Flyers“ von Bradio zaubert mir immer noch nach mehreren Monaten ein Lächeln auf die Lippen.

    Die Nebenfiguren hatten leider wirklich viel zu flache Charaktere und das Ende war leider gänzlich unbefriedigend, wie ich finde.

    Trotzdem ist die Atmosphäre des Animes unglaublich gut, weshalb er zu meinen Lieblingen gehört.
    LG, Annie ☆〜(ゝ。∂)

  • #2

    HotaruKiryu (Donnerstag, 28 Dezember 2017 18:02)

    Habe die Serie selbst noch nicht gesehen, aber natürlich kennt man das Opening. So verdammt catchy und stimmig, da kriegt man echt Lust darauf Death Parade zu sehen. Meines Wissens ist dieser Anime auch ein völliges Original, was ja nicht unbedingt etwas schlechtes bedeuten muss. Kill La Kill war da ja sehr ähnlich, wenn auch in eine andere Richtung gut. Fühle mich zumindest etwas bestätigt, das am Hype zwar etwas dran ist - aber dieser Anime nun doch nicht der beste ist wo geben tut. Ja, das war bewusst falsch. Ich werde es auf jeden Fall noch mal nachholen, vielen Dank für die Review.