Animelyse: Das Mädchen das durch die Zeit sprang

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DEN FILM SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Jeder hat seine Ansicht aber mal im ernst: Ist das nicht einer der blödesten deutschen Titel für einen Film? ^^; Das fällt mir immer wieder auf, ich meine zumal er ja nicht stimmt! Das Mädchen das durch die Zeit springt... springt nicht durch die Zeit sondern immer nur in die Vergangenheit! ÒÓ Also nennt den Film doch gleich "Das Mädchen das in die Vergangenheit sprang" ist ja auch nicht viel umständlicher :P

 

Okay mal ernsthafter, was habt ihr bei diesem Film erwartet? Ich war relativ uninformiert in den Film gestiegen und war letztendlich überrascht

Makoto hats drauf ^o^

Das Erste das mir immer zum Film einfällt ist das Gesamtbild der Hauptfigur. Makoto ist wirklich sehr gut gelungen: Erstens ist sie schon 17 und rekativ "Alt" als Heldin eines Kinderfilmes, zweitens ist sie auch weniger Feminin als eher ein "Kumpel-Typ" der eben lieber Baseball spielt und mit zwei Jungs abhängt als mit anderen Girls. 

 

Ich will damit nicht jammern das andere Hauptfiguren in Filmen zu Mädchenhaft sind, aber nach Heldinnen wie aus Die Reise nach Agartha, Kikis kleiner Lieferservice oder Chihiros Reise ins Zauberland war das doch eine Abwechslung für mich. Zumal Makoto aber auch nicht gleich eine Armee auf zwei Beinen ist wie in Nausicaaa aus dem Tal der Winde oder Prinzessin Mononoke, sie bleibt immer glaubwürdig für mich als normale Schülerin.

 

Zumal die deutschen eine perfekte Synchronsprecherwahl genommen haben: Anne Helm die auch immer gerne mal eine eher "rauhere Stimme" simulieren kann, die meisten kennen sie vieleicht als die grimmige Sam aus der Disney Serie iCarly oder die Leibwächterin Setsuna aus Magister Negi Magi. Ich nehme ihr zumindest die Figur ab und ich muss zugeben sie macht einen Ausgezeichneten Job.

 

Einzig bei der Aussprache des Namens "Chiaki" ist sie sehr eigen, und ich als Experte habe keine Ahnung ob das richtig ist, aber weiß der Geier ICH HAB da immer "Chucky" verstanden, zumal der Rotschopf ja so etwas nach Chucky aussieht XD

 

Beziehungsdramen auf realem Niveau

Wir kennen alle den Film, worum geht es? Zeitreisen? Nicht so wirklich. Anders als in Filmen wie Zurück in die Zukunft, Time Cop oder Die Zeitmaschine gibt es hier keine echten Katastrophen abzuwenden, viel "banaler" und dennoch interessanter geht es eher um Makotos Alltag, und wirft ja damit eine Frage auf.

Wenn wir unser Leben ab und an "Wiederholen" können, würden wir es tun? Doch lieber mit Mara zum Schwimmen gehen als mit Jonas Hausaufgaben machen? Das geniale wie ich finde ist auch das Verhalten der Figuren:

 

Wie geschockt ist Makoto bei Chaikis Liebeserklärung? XD Eine der besten Szenen für mich ist die in der die IMMER WIEDER versucht diesem Geständnis zu entrinnen (auch aus Comedy Sicht zum weinen komisch XD), was auch irgendwie glaubwürdig ist und sie ja auch ihrer Tante erklärt.

Aus einem "Kumpel" einen echten "Freund" machen ist für uns alle seltsam, denn was wenn die Beziehung scheitert? Man kann nicht mal eben mit dem Ex noch locker quatschen und Baseball spielen. Clever dabei ist auch die Lösung: Makoto kann dieser Klippe entgehen... so kommt es aber das Chiaki einem anderen Mädchen eine Chance gibt, und DA erst erkennt Makoto ihre eigenen Gefühle für ihn.

 

Ist das Rückgängig machen da falsch? Vielleicht ist es nicht hundertprozentig Fair, aber es ist doch menschlich denke ich. Auch solche Szenen wo Makoto ihrem anderen Freund erklärt "He die ist dich verknallt" und die Beschuldigte das natürlich sofort peinlich bestreitet sind einfach verhaltensweisen die wir alle aus unserer Schulzeit kennen. Das macht diesen Film auch so extrem unterhaltsam für mich ^o^

 

Öh gabs nicht auch Zeitreisen?O_0;

Auch da zeigt sich wie stark der Film auf mich gewirkt hat: Fast im letzten Drittel des Films fragt Chiaki seine Freundin unvermittelt ob sie durch die Zeit springt. Erst in dieser Sekunde fiel mir auch ein "He Moment der Plott wurde ja noch garnicht erklärt Oo". Auch diese dramatische Szene mit dem Zugunglück zeigte ja wieder was passieren kann wenn wir das Leben versuchen in bestimmte Bahnen zu lenken, und letztendlich bringt der Film damit sehr unaufdringlich seine Botschaft durch:

 

Nutze den Tag, den Moment, nimm einmalige Gelegenheiten wahr, denn keine Chance ist schlimmer als die die man nicht genutz hat. Manche Sachen muss man aber auch ihren natürlichen Lauf lassen, und man sollte sich nicht zwangsweise künstlich in die Beziehungen anderer einmischen, denn letztendlich hat jeder Mensch seinen Willen und den muss man auch diesem zugestehen.

 

Fazit

Man liest es herraus: Ich halte viel von diesem Zeitreisefilm, weil es eben ganz andere Ideen einbringt als sonstige dieser Geschichten. Wir wenden nicht den Untergang der Welt ab, sondern wir versuchen das den "perfekten Tag" zu leben, was aber scheinbar auch unmöglich ist

Leben lässt sich halt nicht immer vollständig kontrollieren, und das schönste an der Zukunft ist ja auch letztendlich die Vorfreude auf schöne Dinge die noch kommen werden.

 

War es nicht irgendwie perfekt als Chiaki am Ende sagte "Ich warte auf dich... in der Zukunft" ? Es gab dem Film ein wirklich rundes Ende, und deswegen bleibt für mich dieser Animefilm als einer meiner Favoriten in Erinnerung ^^

 

Teilt ihr diese Ansicht oder habt ihr gänzlich andere Standpunkte?

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 7
  • #1

    Bonnie (Samstag, 18 Juni 2016 13:13)

    Ich hab immer gedacht, Chiaki heißt wirklich Chucky xD
    Gut das ich jetzt mal aufgeklärt wurde!
    Aber ich mag den Film wirklich gerne.

  • #2

    Rima (Samstag, 18 Juni 2016 13:13)

    Anscheinend war dieser namens versprecher echt schlimm ich hab nämlich auch immer "Chucky" verstanden xDD
    Ich mag den film auch sehr :3 und ich würde dir vollkommen zustimmen ein film der sehr realistisch geblieben ist vorallem was die reaktionen der charaktere angeht! Die szene wo Makoto am ende heult fand ich echt rührend...
    Naja alles in allem voll deiner meinung ein mal etwas anderer und doch sehr überzeugender zeitreise film!
    Im übrigen auch ein großes lob an den macher mir ist aufgefallen dass seine werke großen wiedererkennungswert haben ich hatte vor dem film noch SummerWars geguckt und die gestaltung der szenen wo Makoto durch die zeit springt und der digitalen welt in summer wars haben deutliche paralleln die ich persöhnlich durchaus autentisch finde!

  • #3

    HotaruKiryu (Samstag, 18 Juni 2016 13:14)

    Hach ... es ist etwas länger her, aber auch ich hab den Film sehr lieb gewonnen. Wie du schon gesagt hast - Makoto ist mal was anderes! Ihre Sprecherin gefiel mir auch wirklich sehr, das muss ich ehrlich zugeben! Schon in iCarly hat sie mir ganz guz gefallen, also hab ich mir schon damals gewünscht: "Hey! Die könnte doch mal in einem Anime zu hören sein!" Aber irgendwie ist sie trotzdem süß! Das Chucky verzeih ich ihr da gern, es gibt der deutschen Version an der Stelle ja doch was eigenes! Ob der Titel jetzt nun so sinnvoll war ... Kazé hat ja doch recht eigene Übersetzungen, ich bin sogar froh das es hier nicht beim Originaltitel geblieben ist! Denn im K-ON! Film meinte man (z. B.) mal gewisse Textstellen nicht übersetzen zu müssen. So sing eine Yui mal ganz kurz auf deutsch einen japanischen Text ... *muhahahaha*
    Auf jeden Fall schöner Bericht! Hab den Film mittlerweile selbst im Regal stehen, kurz nach dem ich ihn auf Super RTL gesehen habe! Freu mich auf weiteres ^^

  • #4

    Yaya (Samstag, 18 Juni 2016 13:15)

    wie, der hieß gar nicht chucky? xD wtf, man lernt ja wohl immer noch dazu, fand den film aber trotzdem echt gut, mochte den film sehr da ich makoto echt gut verstehen konnte, wer würde es den nicht ausnutzen wenn man in der Zeit zurück springen könnte. auch schön fand ich es, um den Mädchen zu helfen, was In ihrem Freund verliebt war. großen

  • #5

    alex_roston (Samstag, 18 Juni 2016 13:15)

    Ich fand den Film auch recht gelungen. Er wirkt wie du sagst sehr authentisch. Die Charaktere sind typische Schüler mit typischen Problemen. Schön anzusehen^^.
    Die Botschaft ist eine gute, auch wenn es schon von Anfang an klar war. Leider steht man sich selbst gern mal im Weg, wenn es darum geht, Chancen zu nutzen. Aber auch das sieht man gut an Makoto^^.

  • #6

    Electro (Samstag, 18 Juni 2016 13:16)

    Also ich kann da nur eins sagen. ICH LIEBE DIESEN FILM. Einer meiner liebings filme. Er ist wirklich sehr realitätnah gemacht.
    Wobei ich bei 2 Punkten anderer Meinung bin.

    1. Also ich persönlich finde den Titel schon okay.
    2. Das Ende kotzt mich ein wenig an. Zumal ich immer weinen muss bei ihm ^^ Das was mich daran wirklich nervt ist, dass Chucky (Er heißt für mich Chucky und wird es auch immer ^^) sie am Ende nicht geküsst hat. Der letzte Satz passt perfekt, jedoch JUNGE KÜSS SIE! Das ärgert mich JEDES VERDAMMTE MAL und regt mich auf, weil ich immer darauf warte. ^^

  • #7

    Laniify (Samstag, 18 Juni 2016 13:16)

    Vorweg erstmal: Schönes Review! :) Ich stimme dir voll und ganz zu.
    Ich habe den Film schon mehrmals gesehen und kriege trotzdem nicht genug von ihm. Kein Wunder also, dass er zu meinen Lieblingsfilmen gehört.
    Was die Synchronsprecherin von Makoto betrifft, so muss ich ebenso sagen, dass sie einfach perfekt zu der Figur passt, als wäre sie für sie gemacht gewesen.
    Und auch ich empfand es echt seltsam, wie die "Chiaki" ausgesprochen hat und musste genauso wie du an die Mörderpuppe "Chucky" denken, was nicht gerade eine schöne Assoziation ist. ^^´
    Die Figuren in dem Anime empfand ich als sehr sympathisch und auch recht realistisch. Makoto selbst habe ich echt ins Herz geschlossen mit ihr wilden, aufbrausenden, schrägen Art.

    Die Botschaft des Filmes hast du übrigens echt schön formuliert, besser hätte ich es nicht machen können. Viel zu oft genießen wir nicht den einen Augenblick, weil wir stets von Hektik und Stress umgeben sind und einfach keine Zeit für so etwas haben. Dabei sind es doch die kleinen, schönen Momente, die das Leben ausmachen. Und genauso sagt uns auch der Film, dass wir die Dinge so laufen lassen sollten wie sie sind, denn Manipulation der Zeit kann eben nicht nur positive Folgen haben, was mich irgendwie ein wenig an den Film "Butterlfly Effect" erinnert, falls du den kennst. Wenn wir eine Sache in unserem Leben verändern, kann es sein, dass es schwere Folgen für jemand anderen haben kann, ohne dass wir das wissen. Entschuldige ich komme vom Thema ab. xD

    Jedenfalls fand ich das Ende wirklich ziemlich bitter und war total gerührt von Makoto´s Gefühlsausbrüch. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass der Film uns gezeigt hätte, wie sich die beiden in der Zukunft wieder sehen, aber das Ende blieb offen , damit wohl jeder Zuschauer seine eigenen Vorstellungen entwickeln kann. Das soll nicht negativ klingen, denn ich bin auch irgendwo ein Fan von bittersüßen, traurigen Endings, schließlich bleiben diese einem vielleicht mehr im Gedächtnis als die anderen.