Animelyse: Danganronpa

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Ich bin eigentlich ein Freund von Visual Novels und Detektiv Geschichten wie z.B. Phoenix Wright, daher kannte ich Danganronpa zumindest grob, doch da sich die Entwickler niemals Mühe machten wenigstens deutsche Texte einzubauen hab ich die Spiele von Danganronpa bewusst gemieden. Kein Grund aber den Anime (in Deutsch) auszulassen, also haben wir ein abstraktes Szenario: 15 Schüler die an einer "Schule" eingesperrt sind und mit einem typischen "Begeh den perfekten Mord" Szenario ausgestattet werden. Die offensichtliche Logiklücke das Schüler mal eben zu Mördern werden sollen ist zwar anwesend, doch immerhin bemüht sich die Geschichte von Danganronpa die Schüler immer mehr unter Druck zu setzen, z.B. mit Drohungen gegenüber den Familien der Schüler oder dem Verraten von privaten Geheimnissen. Es wird zwar nie näher beleuchtet wie glaubwürdig das ist aber der Anime soll ja auch kein realistisches Drama, sondern eine bizarre Detektivgeschichte sein, und damit konnte ich leben.

 

Bei der Masse an Figuren war es ausnahmsweise ganz hilfreich das jeder Charakter massiv überzeichnet war: Wir haben einen dicken Nerd, die Gothic Lolita, das Mauerblümchen etc. und so prägten sich die meisten Personen mir als Zuschauer eigentlich recht schnell ein.  

 

"Professor Bloom, in der Küche mit dem Seil!"

Im Kern schaut man hier also 3-4 Episoden von Detektiv Conan am Stück, mit der typischen WhoDunnit (Wer war der Mörder?) Szenario wo der Held immer wieder die teilweise UNFASSBAR offensichtlichen Logiklücken aufdeckt XD. Entweder waren die Aussagen der Verhörten SO LACHHAFT Unlogisch das selbst ein Fünfjähriger draufkam, ODER die Hinweise waren so abstrakt und weit hergeholt das selbst Sherlock Kame nicht in 100 Jahren draufgekommen wäre, zumindets mir ging es oft so das mir manche Mordfälle zu vertrackt und abwegig waren (wie eben auch beim Vorbild mit Conan) 

 

Interessanter waren meistens die Opfer oder die Charakterwendungen, z.B. das unser allererstes Opfer das "perfekte Idol" Sayaka sein würde.

Ich ahnte zwar gleich das es um sie eine besondere Bewandnis hatte doch das sie sogar einen Mord plante, noch dazu am Helden war doch mal überraschend kreativ im Handlungsaufbau. Prinzipiiel sind eigentlich alle Figuren recht unterhaltsam in ihrer stereotypen Art, auch wenn mir "Lord Arroganz" (nein ich Googel nicht seinen Namen und jeder weiß wen ich meine) etwas auf den Zeiger ging, zumindest war niemand langweilig oder unerträglich für mich. Seltsamerweise mochte ich sogar eine Nebenfigur besonders gerne, die maskuline Wresterin Sakura XD

Irgendwie war ihr Aussehen ein großer Kontrast zu ihrem Wesen und allgemein war sie zwar immer eine etwas grimmige, doch eigentlich freundliche Person, und ihre ungewöhnliche Freundschaft zur Schwimmerin Aoi war auch ganz drollig. Die Umstände ihres Todes hatten auch etwas dramatisches, keine Ahnung wieso sie mir besonders gefallen hat, Kame mag vielleicht Mädels die wie Schwarzenegger gebaut sind O_O;;;

 

"Pu Pu Pu Pu!"

Denkwürdig für den Anime (bzw. den Spielen) war wohl der "Style" der ganzen Geschichte: Man hatte pinkes Blut und auch die jeweiligen Exekutionen von Schülern(!) war so abstrakt und vollkommen unglaubwürdig dargestellt das ich teilweise nur noch scharf auflachen musste, bestes Beispiel als die "perfekte Gamerin" auf einem Scheiterhaufen droht zu verbrennen... und dann von einem Feuerwehrauto überfahren wird xD

Die Logik von lebenden Computerprogrammen oder Roboterbären sollte man hier nicht hinterfragen finde ich. Apropo: Monokuma die deutsche Stimme von Santiago Ziesmer (Spongebob) zu geben war wohl eine der besten Entscheidungen meiner Landsmänner seit langem XD

Den bösen und fluchenden Bären mit so einer Stimme zu hören ist einfach sehr unterhaltsam, allgemein sorgt der Bär natürlich für allerlei dunkler Komik. 

 

Fazit

Danganronpa ist KEIN Meilenstein der Animekunst. Die Story schlägt viele unsinnige Haken und die Figuren sind überzeichnete Klischees, doch wenn man das Ganze dann als eine stylische Anime-Mörderhatz ansieht kommt schon eine gewisse Spannung auf. Vor allem: Ich hatte wirklich KEINE blasse Idee wie sich die Geschichte auflösen würde, und am Ende... hab ich etwas die Stirn gerunzelt... aber dann grinsend die Schulter gezuckt. It's just a Game Kids! Bis zum nächsten mal, euer Monokame Pu Pu Pu Pu! >:3

 

Euer Urteil?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Franzi (Freitag, 13 Oktober 2017 16:43)

    MONOKUMA IST KLASSE!!!

    und ich mag die Gamerin, Sakura und Aoi sind drollig und es gibt noch einige andere tolle Charaktere!!
    der Erbe, der Glückspilz und der Sportliche (Baseballspieler ... also Leon) sind einfach nur nervig ...überhaupt finde ich die männlichen Charaktere etwas nerviger bis auf Chihiro ... naja das Idol und das Model oder was sie war, die sind auch nervig

    ich finde den Anime lustig, immerhin ist er gut aufgebaut bzw dargestellt, auch wenn es viel anderem gleicht ... aber das Ende ist wirklich ... ja ... nicht meins, bin unzufrieden damit - aber es ist ein offenes Ende und damit will es zu der Fortsetzung überleiten, die Spiele stehen auf meiner Liste!

  • #2

    Neko-Nyan (Freitag, 13 Oktober 2017 18:05)

    Die Spiele sind auch gut Kame, ja englishe Texte sind etwas blöd aber doch heutzutage kein Grund das zu verweigern ^^ Lustige Sprechrolle von Ziesmer ja, allgemein war der Anime eigentlich nur 1 zu 1 das Spiel, aber ok, der Style war wirklich gut