Animelyse: Cowboy Bebop

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Fragt man einen Amerikaner welches der beste Anime DER WELT ist die Antwort zu 50% wohl Cowboy Bebop. Ein gewisser Prozentsatz würde wohl auch bei uns Deutschen dabei sein aber die USA hat einen klaren Faible für diesen Anime, und er gilt heute noch als eine DER ANIMES die das Genre im Land der Freien wirklich deutlich gefördert hat. 

 

Nebenbei: In Japan war dieser Anime sehr unerfolgreich. ICH selber hatte mich auch lange Cowboy Bebop entzogen, einfach aus Zufall, und als es dann sah fand ich es recht interessant. Als ich über diesen Anime hier SCHREIBEN wollte war das aber so lange her das ich dachte "Hum, lass mich den Anime lieber nochmal sehen " und nachdem ich mir alle Episoden nochmal angesehen habe... war ich wieder genau am Ausgangspunkt. Es ist meine Meinung: Cowboy Bebop ist ein guter Anime... aber nur das. Während ein Drittel aller Leser nun einen Hirnschlag erlitten haben will der Rest mich sicher erschlagen, aber es ist für mich wirklich so das der Anime eeeeeeeeetwas überbewertet ist.

 

Das ist übrigens eine Aussage die mir schwerfällt, denn Cowboy Bebop hat einige großartige Episoden, man denke an die Szene in der Kirche und den Song Green Bird, immer noch eine der besten Momente der Animegeschichte.

Doch dann muss man kurz überlegen: In 26 Episoden kennen wir diese Szene, und einige andere... doch was ist mit dem Rest? Das ist nämlich das Dilemma, es gibt sehr viel Leerlauf dazwischen.

 

Planlos im Weltall

Dieser Anime ist zumindest interessant denn er ist immens Experimentell: Wir haben duzende Episoden die vom Ton, Thematik und Stil stark unterschiedlich sind, mit unendlich vielen Anspielungen, vor allem aus der Musikbranche (jeder zweite Episodentitel ist nach einem Song oder Album benannt) und auch ganz Obskure, wie z.B. der Film Shaft, der in der Serie einen Namensvetter hat.

Jedes der Crewmitglieder bekommt auch ansatzweise eine Backstory: Faye trifft einen Mann wieder der sie aus dem Kälteschlaf geholt und betrogen hat, man findet in einer Folge eine alte Aufzeichnung ihrer Kindheit, Jet hat ebenso ein zwei Treffen mit alten Partnern und der Tochter einer alten Freundin, und Ed ähm... Ed hat eher die Random-Episoden XD Natürlich ist der rote Faden (sofern er denn mal einsetzt) Spikes Vergangenheit mit Vicious. Diese Geschichten sind nett, aber so richtig packend oder neu sind sie nicht. Auch agieren die Figuren (wohl auch bewusst) immer etwas sepparat voneinander. 

 

Sehr selten wirken die vier Menschen MITEINANDER, sondern meistens NEBENEINANDER, was immer ein wenig schade ist. Es gibt halt auch einige langweilige oder träge Episoden, oder seltsame wie die mit dem Cowboy Andy und einem Bomben-Attentäter der einfach keine Aufmerksamkeit bekommt ^^

Aliens!

Wie ich schon sagte: Es GIBT denkwürdige Episoden. Wie bei jedem Werk wo sich die Macher hemmungslos austoben können gibt es Volltreffer, z.B. liebe ich die Geschichte wo alle Hauptfiguren dank seltsamer Pilze in einen kreativen Drogenrausch kommen, oder auch die angenehm gruselige Folge gegen den dicken Superkiller Pierrot in einem Vergnügungspark. Und jeder Alien-Fan liebt wohl die Meta-Episode wo Spike ein mutiertes gammeliges Mittagsessen im Raumschiff bekämpft xD

Auch in Sachen Musik ist dieser Anime verdammt toll, selbstverständlich vor allem dank Yoko Kanno. Doch selten ergeben die Geschichten ein großes Bild, die Crew wächst nie "wirklich" zusammen und am Ende gehen alle ihrer Wege, im Guten wie im Schlechten, was wirklich ein wenig unbefriedigend ist.

 

Fazit

Ja, das ist es: Unbefriedigend. Cowboy Bebop hat eine Handvoll GÖTTLICHER Szenen, Momente, Augenblicke, auch einige Episoden sind fantastisch. Doch dazwischen sind generische Episoden, Geschichten die sich im Sand verlaufen und man hat selten das Gefühl das sich die Geschichte und Crew wirklich weiterentwickeln. Der Anime HAT seinen verdienten Platz in der Geschichte, nur vielleicht nicht gerade in der rechten Platzierung. 

 

Oder seht ihr das anders?

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Arisa (Montag, 04 Juni 2018 19:19)

    Ich muss sagen das ich mich an Cowby Bebop kaum noch an die Handlung erinnere, mir ist nur im Gedächtnis geblieben das es eine schöne und unterhaltsame Serie war ^^
    Sollte ich vielleicht mal wieder schauen.

  • #2

    Mellando (Mittwoch, 06 Juni 2018 08:51)

    Ich halte Beebop für einen sehr guten Anime. Was mich jedoch gestört hat ist die ganze Sache mit Julia und Vicious, zwar nicht im Sinne von das es da war (jeder hat eine Vergangenheit) sondern viel mehr weil Spike alle paar Folgen wie ne besenkte Sau los gerannt ist weil er den Namen Julia gehört hat (als ob es im ganzen Sonnen System nur eine Julia gäbe)