Animelyse: Chaika, die Sargprinzessin (Staffel 1+2)

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Chaika die Sargprinzessin war zufällig eine Serie von der ich den Manga grob vor dem Anime kannte, ich gebe zu ich wusste lange nicht das es überhaupt einen Anime dazu gibt XD Ich war dennoch schnell überrumpelt das Hauptfigur Chaika so... äh... schlicht und naiv vom Charakter  her war XD

 

Ich meine ich kenne inzwischen öh 1000000000 Animes und ich dachte eigentlich von den Bildern das wir hier ein normales Geschwisterpärchen bekommen die einer Bad-Ass Magierin folgen, dabei war es ja so das die Geschwister weitaus mehr Bad-Ass waren als die Sargträgerin XD

Ich mag Chaika :3 Normalerweise kriege ich bei jedem Anime-Mädel das in solchen "Petra so redet weil Petra total niedlich und klug und so ist"-Sätzen redet das Bedürfnis zerstoßenes Glas zu essen, doch die Heldin schafft es nicht vollkommen verblödet zu sein und dennoch einen gewissen Charme zu haben. Eine  naive Hilflosigkeit ist zwar präsent, doch nie auf dem Level kompletter Inkompetenz wie bei anderen Animeserien mit solchen Figuren.

 

"Einmal alles von ihrer Figurenpalette bitte"

Wobei ich gleich mal das zweischneidige Schwert ansprechen muss: Alle Figuren (bzw. die Mehrheit) sind recht solide geschrieben. Wir haben die naive Heldin, den typischen Held, seine Domina-Schwester mit Bruderkomplex, den heiteren Killerdrachen etc. etc., und alle sind wirklich klar und nachvollziehbar geschrieben. Mir hat es sogar gefallen das die Agenten des Bündnisses vollkommen normale und nette Ritter/Krieger waren, also Kommandant Gilette und seine Leute, in vielen anderen Serien wären es fanatische oder verbohrte Paladine gewesen oder so etwas, diese Variante hier hat mir weitaus mehr gefallen ^^

 

ABER und hier kommt ein dickes ABER: Keine dieser Figuren entwickelt sich. Sie verharren in den insgesamt 22 Episoden immer auf ihren Eigenschaften: Chaika bleibt immer naiv und entschlossen, Toru immer ihr Beschützer, Akari immer die eifersüchtige Rivalin, das ist ein wenig schade, denn so wirkt ihre Reise ein kleeeein wenig beliebiger und schlichter als sie eigentlich sein müsste, den die Grundideen von "Chaika" haben mir gefallen, wie z.B. die Suche nach den acht Helden und eben besagte Helden!

 

Ich dachte erst es liefe auf acht Kämpfen hinaus aber jeder dieser Krieger hatte letztendlich eine andere Geschichte zu erzählen: Wir haben einen Bösewicht der den Frieden bereut, wir haben eine Frau die ihr Leben ganz anders und sinnvoller gestaltet hat, wir haben einen Ritter der nach den düsteren Ereignissen wieder versucht Fröhlichkeit zu finden und selbst sowas wie einen verbitterten Einsiedler der seine Artefakten vollkommen gleichgültig hergibt, das war verdammt unerwartet xD

Drama, Dramatik und... Ende?!

Ich glaube der Plott konnte von der Hauptgeschichte her selten überraschen. Das Chaika ein Klon war und nur eine von 1000? Ja ähm, selbst die Figur im Anime hat damit glaube ich keine ganze Episode gehadert, und ich denke jeder Zuschauer mit etwas Anime-Erfahrung sah diesen "Twist" doch meilenweit vorraus, ebenso die Wiedergeburt des Bösen Königs und der übliche Kram solcher Plotts. Nichts davon war wirklich schlecht umgesetzt oder dümmlich, nur kannte man eben schon ähnliche Elemente aus anderen Animes. Was mich privat nur etwas störte war tatsächlich die Kürze der Serie, denn so gut eigentlich am Ende alles zusammenpasste, so wurden einige Figuren brutal vernachlässigt, wie z.B. die rote Chaika.

Was genau ihr Antrieb war ("Rache" klang für mich immer IMMENS schwammig und vage), woher sie ihre Gefolgsleute hatte und wie ihr Weg war, davon hätte ich gerne weitaus mehr erfahren. Auch der Meister der beiden Geschwister, der blauhaarige Shin bekam LÄCHERLICH wenig Zeit zugesprochen und ich hatte immer das Gefühl das man seine Beweggründe und Geschichte aus zeitgründen einfach hat wegfallen lassen, was wirklich etwas unglücklich war. Selbst das Finale um den auferstandenen Kaiser Gaz fand ich doch etwas hastig abgespult.

Es war für mich irgendwie merkwürdig das man einen Bösewicht der in der gesamten Laufzeit der Serie thematisiert und aufgebaut wird lediglich etwa 30 Minuten Gesamtzeit zugesteht nur um ihn dann relativ undramatisch von seiner lebenden Waffe verraten zu lassen und schon wieder zu töten. Letztendlich hätten der Serie glaube ich zwei weitere Episoden gut getan um diesen ganzen Figuren noch würdig zu werden. 

 

Fazit

"Chaika die Sargprinzessin" ist eine gute Animeserie. Sie ist nicht die kreativste oder dramatischste oder pfiffigste dieser Action-Animes, doch sie endet definitiv und zufriedenstellend mit zwei Staffeln und verzichtet darauf 400 Episoden zu haben und sich sinnfrei in die Länge zu ziehen. Sie hat divere kleine Mängel aber meiner Meinung nach keinen wirklich großen oder ernsthaft störenden. Das ich am Ende das Verlangen hatte MEHR von dieser Welt und ihren Figuren erfahren zu wollen spcith glaube ich immer für ein gutes Werk.

 

Oder was meint ihr?

 

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