Animelyse: Blue Excorcist

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Blue Exorcist ist auf dem ersten Blick einer dieser etwas generisch wirkenden Serien denen man das Hit-Potenzial bei jüngerne Zuschauern sofort prophezeien kann: Schöne Optik, Held mit Waffe und Superkräfte, Frauen, Monster, Comedy, mit so einer Mischung kann man selten wirklich danebenliegen, doch auch ich mit meinem gestandenem Alter komme nicht umhin der Serie ein wenig Anerkennung abzuringen. Nicht massiv viel Anerkennung, doch ich gestehe das ich weniger erwartet hatte als ich mit dem Anime startete.

 

Wieder mal eine Monster-Schule!

Seit einer Weile erwische ich irgendwie immer Serien die egal welches Genre sie haben in einer Schule spielen: Sei es Soul Eater, Tari Tari oder Senran Kagura, ständig muss man die Schulbank drücken. Anfangs war ich auch belustigt das Rins Bruder Yukio der Lehrer ist, auch wenn es ein wenig schwach aufgebaut wurde, mal ernsthaft, er denkt nicht der Bruder würde das mal während des Unterrichts ansprechen? Das ist doch wirklich etwas naiv.

 

Rin selber nervte auch anfangs ein wenig mit dieser typischen "agressiver Held" Schublade die wir aus sovielen anderen Serien kennen, doch ich bilde mir ein er bessert sich nach einer Weile. Vor allem die Koch-Episode um das Monster in der Küche gefiel mir da, allgemein ist es mal etwas neues das der Protagonist ein guter Koch ist, meistens ist er ja eher ein guter Esser. Auch als der aufbrausende Ryuuji ihn zu einem Wettkampf herausfordert und Rin das überraschend Ablehnt musste ich zugeben das er mir immer mehr zusagte

Die anderen Schüler hm... etwas durchwachsen. Es ist schön das jeder einen speziellen Grund hatte Exorzist zu werden, wie z.B. eben Ryuuji der trotz seines brutalem Äußeren eher ein Streber ist und wirklich mit Herzblut bei der Ausbildung ist. Seine Freunde der Casanova Renzou und der kleine Konekomaru haben sehr viel weniger Augenmerk bekommen, immerhin bekommt Konekomaru noch eine Episode die sich mit ihm und dem Tod seiner Eltern durch Satan befasst. Es war ganz interessant das er nicht wütend auf Rin war, sondern eher ängstlich, was wiederrum aber natürlich zu Wut führte.

 

Die Damen kamen etwas schlechter weg. Shiemi ist erstaunlich blass für diesen Art Anime geworden. Wobei ich auch ziemlich dankbar war das sehr sehr wenig Fanservice in dieser Serie stattfand, aber ihre Geschichte handelt hauptsächlich eher von ihrer Beziehung zur kühlen Izumo, die zwar ebenso eine Folge bekommt, mir aber nicht so ganz interessant in Erinnerung geblieben ist.

 

Des Pudels Kern

Die Lehrer waren insgesamt auch nicht wirklich interessant aufgebaut, was aber vielleicht daran lag das der Anime offensichtlich dem Manga nicht vorrauseilen kann, warum werden solche Serien immer gezeichnet wenn die Sagas noch nicht abgeschlossen sind? So etwas nervt irgendwie. Die schnodderige Shura war ziemlich uninteressant, auch der Paladin Arthur hatte nicht viel zu tun für die Handlung. Bester "Erwachsener" ist wohl ziemlich deutlich Mephisto Pheles

Die komplette Serie über konnte ich nie klar den Finger drauflegen ob er ein Bösewicht oder ein netter Kerl ist, was eigentlich schon viel Aussagekraft hat. Er war die ganze Zeit immer leicht ironisch und amüsiert den Geschehnissen gegenüber. Mal setzte er Rin offensichtliche Fallen, mal half er ihm vollkommen uneigennützig, doch immer wirkte er herrlich Zwielichtig in bester Faust Tradition. 

 

Auch ein weiterer Kerl war erstaunlich vielschichtig: Satan O_o;

Wart ihr nicht extrem überrascht das der TEUFEL selbst nicht absolut und vollkommen böse war? Ich meine er und Rins Mutter liebten sich! Last es mal sacken das Satan und eine Menschenfrau sich offen und aufrichtig liebten O_O; Das habe ich ehrlich gesagt noch in keiner Serie gesehen, und dabei wäre es so leicht gewesen Satan als absoluten Bösewicht zu etablieren, doch in Blue Exorcist hat er tatsache seltsam soziale Ziele... auch wenn er sie letztendlich böse Umsetzen will. Dennoch gefiel mir seine Darstellung, zumal er Rin beim ersten Auftritt erlaubt ihn "Pappi" zu nennen XD

 

Das die Kirche wiederrum fast schon gnadenlos böse war... ist wohl NICHT GANZ so selten bei Animes, aber man kann ja nicht alles haben ^^;

 

Fazit

Kurzum, der Anime war für mich kein Flop... wenn auch kein Megahit: Viele Figuren sind entweder etwas seicht oder schlicht nicht wirklich "developed", will heißen man erfährt zu wenig über sie, allen vorran die Lehrer wirken da sehr blass.

 

Großes Plus aber noch für Rins Bruder Yukimura der sehr gut zwischen den Stühlen steht: Einerseits liebt er seinen Bruder, andererseits hasst er ihn (natürlich) für den Tod des Ziehvaters. Einerseits beneidet er ihn dank seiner angeborenen Fähigkeiten, andererseits achtet er ihn für seine selbstlose Hilfsbereitschaft, man kann wirklich die Zerissenheit der Person nachempfinden zu tun was nötig ist und zu tun was "richtig" ist. Davon abgesehen kann der Anime schon gut Punkten, man hat aber immer das Gefühl es ist nur eine Kostprobe zum Manga. Eine mit Geschmack, doch eben nur ein Appetitanreger.

 

Wie war euer Urteil zum Anime?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Sakura (Dienstag, 14 Juni 2016 14:11)

    Shura war doch ganz gut, im Manga bekommt sie natürlich mehr Background aber als langweilig zu bezeichnen würde ich mich nicht wagen.

    Es war natürlich sehr interessant das Satan und eine Menschenfrau wirklich vollkommen offen eine Liebe am laufen haben, aber das ist halkt auch mal ein andere Dreh. Wobei es schon stimmt: Mephisto war ein klasse Lehrer *hrhr*

  • #2

    Kazumi (Dienstag, 14 Juni 2016 14:12)

    Der Anime ist für mich so oder so schon ein Muss, die Handlung ist packend, schön gestaltet und die Figuren muss man einfach lieb gewinnen!^^ Bei mir lief auch das ein oder andere mal eine Träne in bestimmten Szenen, aber ich konnte auch mehrfach lauthals loslachen, ein wirklich vielseitiges Werk