Animelyse: Baki (Staffel 1+2)

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Als Pro Sieben Maxx wieder Animes brachte war ich hellauf begeistert: Zu lange waren Serien im öffentlichen Fernsehen nicht mehr über ein "Digimon-Wiederholung" oder "Inazuma Eleven"-Level hinausgekommen. Von Baki hatte ich (welch Überraschung) vorher nie etwas gehört, und als ich dann das Intro sah war ich eher enttäuscht: Ein Bube will der stärkste Kerl der Welt werden weil.... weil halt. Das sollte einen wirklich an den Fernseher fesseln?

Es gab zudem auch erstmal zwei Probleme die mir privat ins Auge sprangen: Die Optik des Animes Baki ist weiß Gott und bei aller Nachsicht extrem gewöhnungsbedürftig. Die Figuren sind meist schlicht ziemlich häßlich anzusehen, und haben eher simple Gesichstdetails. Meine zweite Sorge galt dem Protagonisten: Baki war schlicht unsympatisch. Verbissen und ziemlich grobschlächtig verfolgte der 15 Jährige sein Ziel, und schien außer diesem keinerlei große Interessen oder Persönlichkeiten aufzuweisen. Glücklicherweise legte sich letzteres wieder, auch wenn ich selbst denke das die Persönlichkeit des Helden zu langweilig ist, am Ende ist er der herzensgute Superstarke Son Goku, nur eben mit anderem Namen. Ein böses Omen?

 

Staffel 1 - In 80 Schlägen um die Welt

Die Serie kam wirklich langsam in fahrt, doch ich war geduldig. Ist es für die "Generation Internet" eigentlich noch möglich eine ganze Woche auf eine Episode zu warten?^^; Ich gebe zu ich selbst musste widerstehen mir die nächste Folge einfach Online anzuschauen, doch das "Warte sieben Tage"-Gefühl hat auch einen gewissen Nostalgiewert. Ich mag die erste Staffel zu Baki. Der Anime startet auf einem "Kampfsport" Level und dreht konstant die Schraube höher und höher ins Unrealistische. Die gnadenlose Prügel die Baki dauernd einsteckt wird immer immens drastisch dargestelt, doch nach einer Weile ist der Witz alt: Ob er 100 Schläge in die Rippen bekommt oder durch eine Wand geboxt wird, letztendlich steht unser Held dann ja doch wieder halbwegs intakt wieder auf, was natürlich auf dauer recht berechenbar wird.

Es geht schlicht irgendwann eher um die Art des Gegners und wie Baki diesen Ausschaltet. Natürlich werden dabei auch immer kleine Charakterschübe für ihn eingebaut aber das hat mich weniger interessiert als was der nächste Gegner wäre: Riesengorillas, Yakuzabosse (im ernst, fand nur ich Hanayamas Körperbau absolut lächerlich?!? O_0 Der Typ ist ein Kühlschrank im Anzug!) und natürlich durften ein paar Supersoldaten auch nicht fehlen. Doch das größte Plus des Anime war der Oberbösewicht. Yujiro Hanma, stereotypisch der böse Pappi unseres Helden.

Ich liebe diesen Kerl XD Er ist so mächtig und kräftig das es einfach nur noch absolut LÄCHERLICH ist: Er kämpft nur für die Lust am Kampf und attackiert sogar das weiße Haus erfolgreich OHNE EINE WAFFE nur um mal zu sehen ob er es schafft! Er hat die Mentalität eines Tigers und ist sozusagen der Cell aus Dragonball... nur stärker XD Das wäre halb so wild wenn die Welt des Anime nicht halbwegs realistisch angelegt wäre, selbst Laser aus seinen Augen hätten mich bei dem Kerl nicht mehr überrascht XD

 

Großartig ist das Finale dieser Staffel: Baki hatte gegen alle mächtigen Widersacher gewonnen, sie sogar zu Freunden gemacht und trat endlich gegen seinen Vater an... und hatte KEINE CHANCE XD

Ich hatte mir ja ausgerechnet das Baki vielleicht mit viel Drama knapp gewinnen könnte, aber er kann seinen Vater nichtmal sichtbar beeindrucken XD Wie geil war es als er nach dem Kampf alle von Bakis alten Gegnern GLEICHZEITIG zum Kampf gegen ihn aufforderte? XD Das Yujiro so absurd stark war trieb schon mich als Zuschauer an seinen Fall zu sehen, und wie derb war der Mord an Bakis Mutter? Selbst sein Traum das sie überlebt hätte rührte mich etwas, und das bei so einem Anime!

 

Staffel 2 - Street Fighter Turnier

Die zweite Staffel der Serie war schlicht das große Superduper Turnier, was ich nur bedingt interessant fand

Lustig war halt wie sehr die Besetzung an das Videospiel-Beat em' Up ein mal eins erinnerte: Wir hatten natürlich Wrestler, Sumoringer, alte Kampfsportmeister und auch Bruderduelle am start. Wieso gab es eigentlich keine weiblichen Kämpfer? Das störte mich immer am Anime, es war eine reine "Würstchen-Veranstaltung", hätte es nicht 1-2 starke Mädels geben können? WO IST MEIN CHUN LI CAMEO? *groll* Òó

 

Die Handlung selber war dann halt Baki als Champion (ich fand es interessant das er schon von Beginn an der Champ war, und nicht erst werden musste) seinen Titel verteidigen sollte, aber man zwischendurch pro Folge halt auch die anderen Gegner etwas in Augenschein nahm: Der Wrestler der mit fiesen Tricks arbeitete, der russische Patriot der einen Meteoritenkrater entstehen lasen konnte (ja ne is klar) oder der alte Kampfsportguru der es nochmal wissen wollte (Großartig als einer Fragte "Wer gewann das Turnier?"  und er "Wenn man verliert dann bleibt man doch nicht mehr als Zuschauer da" XD) Die einzigen beiden Kämpfer die mir stark in Erinnerung bleiben war der Yakuzabandenchef der schlicht nen ziemlichen scheiß auf seinen Körper gab (XD) und Bakis Bruder der auch dank Superserum total lächerliche übermenschliche Proportionen bekam.

Enttäuschend war das Ende: Yujiro murmelt "Baki, bist du endlich bereit für mich?" und dann beendet man schlicht die Staffel! Das der Endkampf (den ich herbeigehechelt hatte) ausblieb und eine dritte Staffel niemals kam verstimmte mich am Ende schon sehr.

 

Fazit

Der Anime ist von der Thematik fast schon peinlich: "Held will der Allerstärkste sein" ist die älteste Geschichte der Animekiste. Doch... der Anime will nie mehr sein. Die Saga ist schlicht vollkommen "rein" und hat keinerlei abgedrehten Elemente oder Twists. Wie lange ist es her das wir eine klassische Magical Girl Geschichte hatten? Oder ganz klassiche Fantasy? Heutzutage müssen immer noch Mechas bei den Elfen sein oder dunkle Twists bei eigentlich heiteren Serien auftauchen, da war Baki für mich eine Rückkehr zu schlichten, aber unterhaltsamen Gefilden. Der Bösewicht trägt zur Spannung bei, auch wenn das Ende einen ziemlich unbefriedigt zurücklässt. Wer aber Fan von Kampfduell-Animes ist oder solche Videospiele mochte der wurde hier doch ziemlich happy fand ich, oder? ^_~

 

Oder?! Ò_ó

 

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